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In einem ersten Schritt wird die Herzfrequenz ermittelt, üblicherweise ist damit die Kammerfrequenz gemeint. In Fällen, in denen nicht nach jeder Vorhofsaktion (resp. P-Welle) ein Kammer (QRS-) Komplex folgt, soll auch die Vorhofsfrequenz bestimmt werden.
Die Kammerfrequenz wird von den meisten EKG - Apparaten automatisch ermittelt und ausgedruckt. Teils lässt sich die Analysesoftware von Arrythmien täuschen, so dass die Herzfrequenz immer manuell ermittelt werden soll.
Herzfrequenzbestimmung mittels EKG - Massstab
- die EKG - Massstäbe verfügen über Skalen zur Ermittlung der
Herzfrequenz von mit 25 mm/sec. und mit 50 mm / sec.
aufgezeichneten EKGs, je nach Registriergeschwindigkeit muss die
richtige Skala ausgewählt werden
- zur Frequenzbestimmung wird ein Bereich mit regelmässiger
Herzaktion ausgewählt
- die 0 - Marke wird auf eine R-Zacke gelegt, die Frequenz
gemäss Angabe auf dem EKG-Massstab auf Höhe der R-Zacke nach 4
(resp. 3 je nach Modell) RR-Abständen abgelesen

- bei sehr hohen Frequenzen (beispielsweise von P-Wellen oder bei
Kammertachycardien) kann auch die doppelte Anzahl RR-Abstände
abgezählt werden, die erhaltene Frequenz muss danach verdoppelt
werden
Herzfrequenzbestimmung mittels der Häuschenanzahl
auf dem Registrierpapier
Grob kann die Herzfrequenz schon aufgrund der Distanz des
RR-Intervalls auf dem Papier abgeschätzt werden:
für 25 mm / sec. Registriergeschwindigkeit gilt
- bei RR-Abständen von über 5 cm resp. 10 grossen (5mm-)
Häuschen liegt die Frequenz unter 30 / min.
- bei RR-Abständen von über 2,5 cm resp. 5 grossen Häuschen
liegt die Frequenz unter 60 / min.
- bei RR-Abständen von über 1,5 cm resp. 3 grossen Häuschen
liegt die Frequenz unter 100 / min.
- bei RR-Abständen von unter 1,5 cm resp. 3 grossen Häuschen
liegt die Frequenz über 100 / min.
Bei normalen Herzfrequenzen liegen also 3 - 5 grosse Häuschen zwischen zwei R-Zacken
überarbeitet am 19.8.2003