die Erregungsbildung - Rhythmusanalyse
In einem nächsten Schritt gilt es den Ort der
Erregungsbildung festzulegen:
Im OberflächenEKG sind die Potentiale aus dem
Sinusknoten nicht erkennbar, die P - Welle entspricht nicht
eigentlich dem im Sinusknoten entstandenen Potential sondern der
Ausbreitung im Vorhofsmyocard,
eine vorhandene P-Welle spricht aber für eine sich adäquat
über das Vorhofsmyocard ausbreitende Erregung.
| sind P - Wellen vorhanden ? |
 |
- P - Wellen müssen gesucht werden, am ehesten
sind sie in den Ableitungen II und V2 auszumachen
- nicht immer finden sich die P - Wellen knapp vor dem QRS-Komplex,
bei AV -Blockierungen sind die Abstände wesentlich grösser, bei AV-Knotenrhythmen
resp. Reentry-Tachycardien kommen retrograd geleitete negative P-Wellen vor
| liegt ein Sinusrhythmus vor ? |
im Sinusrhythmus ist jede P - Welle von einem QRS - Komplex
(resp. die Vorhofskontraktion von einer Kammerkontraktion) gefolgt |
| besteht ein Vorhofflattern ? |
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- sägezahnartige Flatterwellen, typischerweise
von einer Frequenz von 150 - 250 / min., sind am besten in II, V1 oder V2 erkennbar
- die Vorhofflatterwellen werden meist in einem
regelmässigen Verhältnis auf die Kammern übergeleitet, die
Kammerfrequenz ist abhängig vom Überleitungsverhältnis
- bei unregelmässig übergeleitetem (unregelmässige PQ-Zeiten)
Vorhofflattern mit frequenten Vorhofswellen spricht man auch von einem Vorhof - Flimmer -
Flattern
| besteht ein Vorhofflimmern? |
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- wechselnd konfigurierte Vorhofflimmerwellen von
hoher Frequenz
- die Flimmerwellen werden nicht regelmässig
übergeleitet, die Kammerkomplexe erfolgen ohne erkennbaren
regelmässigen Rhythmus, es besteht eine Arrhythmia absoluta
- die Flimmerwellen können grob (übergehend in
ein Vorhofflimmer - Flattern) oder sehr feinschlägig sein, dann
deutet lediglich die absolute Arrythmie auf das Vorhandensein des
Vorhofflimmerns hin
überarbeitet am 19.8.2003