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gehäufte Extrasystolen

Isolierte supraventriculäre und supraventriculäre Extrasystolen sind klinisch bedeutungslos und werden als physiologisch betrachtet.

Monomorphe uniform aussehende (monotope) ventrikuläre Extrasystolen stammen aus dem gleichen Myocardbereich, eine höhere Arrhythmieneigung ist mit verschiedenartig konfigurierten, aus verschiedenen Myocardbezirken stammenden, multitopen Extrasystolen assoziiert.

Gehäufte Extrasystolen werden bei der koronaren Herzkrankheit nach Lown klassifiziert, höhergradige Arrhythmien wurden als prognostisch ungünstig betrachtet.

Lown Klasse  
0 keine Extrasystolen
1 vereinzelte Extrasystolen
VES
2 gehäufte Extrasystolen,
> 1 / Min. resp. > 30 / Stunde
3a multitope Extrasystolen
3b Bigeminus (jeweils alternierend 1 ES / 1 Normalsschlag / 1 ES
Bigeminus
4a Couplets (2 aufeinanderfolgende ES)
VES Couplet
4b Salven (> 3 ES in Serie), nicht anhaltende Kammertachycardien
Salve
5 R auf T - Phänomen: früh einfallende ES, RV/QT < 1,0

 

überarbeitet am 20.8.2003