Stichwortverzeichnis  
back

regelmässige Tachycardien / Tachyarrhythmien

Bei Tachycardien mit erhaltenem regelmässigem Grundrhythmus wird aufgrund der Breite der Kammerkomplexe unterschieden zwischen schmalkomplexigen (supraventriculären) Tachycardien (mit regelrechter Erregungsausbeitung distal des AV-Knotens) und breitkomplexigen (Kammer)tachycardien.

Schmalkomplextachycardien

P - Wellen sind bei Sinustachycardien verschiedener Ursache und in abnormer Form bei kreisenden Erregungen bei AV - Knoten - Reentrytachycardien nachweisbar.
(Sinustachycardie jedem Kammerkomplex geht eine P - Welle voraus, regelmässige Schmalkomplextachycardie physiologisch: adäquate Reaktion des Organismus im Rahmen von Erkrankungen oder pharmakologischer Einflüsse)
Vorhofflattern mit
2:1 - Überleitung
VHFlattern
beim Vorhofflattern mit oft nicht ganz typischen P-Wellen findet sich bei regelmässiger 2:1 - Überleitung das Bild einer Schmalkomplextachycardie um 150 - 200 / min., die zweite P - Welle verbirgt sich dabei oft in der T - Welle pathologisch: Demaskierung auf Carotissinusmassage oder Adenosin iv.
AV - Knoten- Reentrytachycardie bei dieser Form der Schmalkomplextachycardie finden sich retrograd geleitete atypische P-Wellen vor oder im QRS - Komplex pathologisch: Klinik der paroxysmalen supraventriculären Tachycardie
AV - Reentrytachycardie über ein akzessorisches Bündel kann eine Erregung am AV-Knoten vorbei geleitet werden und orthodrom oder antidrom eine Reentrytachycardie auslösen
die Erregungsleitung über das akzessorische Bündel ist als Präexcitation beim Wolff - Parkinson - White - Sy. in Form einer Deltawelle erkennbar
pathologisch: bedrohliche Tachycarrhythmien vor allem bei Auftreten von Vorhofflimmern, das über das akzessor. Bündel ohne Refraktärperiode weitergeleitet wird.

überarbeitet am 23.8.2003