Stichwortverzeichnis  
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regelmässige Tachycardien / Tachyarrhythmien

Breitkomplextachycardien

Bei den Breitkomplextachycardien müssen echte Tachycardien ventriculären Ursprungs von Tachycardien bei vorbestehend, infolge eines Schenkelblockes, verbreitertem Kammerkomplex unterschieden werden.

regelmässig übergeleitetes Vorhofflimmern resp. Vorhofflattern bei vorbestehendem Linksschenkelblock schwierige Diff.diagnose zur Kammertachyardie,
morphologische Unterschiede
vgl. Brugada - Kriterien
 
akzelerierter idioventriculärer Rhythmus fehlende P - Wellen, verbreiterte Kammerkomplexe wie bei Kammerersatzrhythmus,
aber mit einer Frequenz um 80 - 100 / min.
Auftreten: oft unter / nach system. Thrombolyse bei akutem Myocardinfarkt, prognostisch günstig, kein Handlungsbedarf
Kammertachycardie
fehlende P - Wellen,
evtl. unabhängige Vorhofsaktionen
diagnostisch sind Fusionsschläge: wie ES imponierende eingestreute korrekt übergeleitete Kammeraktionen;

Frequenz um 150 - 200 / min.

pathologisch: hämodynamisch unterschiedlich gut toleriert, cave: Übergang in ein Kammerflimmern
  nicht anhaltende Kammertachycardie:
ab 4 Schlägen bis maximal 30 Sec. Dauer
  anhaltende Kammertachycardie:
Dauer länger als 30 Sec.
Torsade de Pointes
siehe unten pathologisch: cave Übergang in Kammerflimmern
Kammerflimmern siehe unten pathologisch: sofortiger Handlungsbedarf

überarbeitet am 20.8.2003