|
Blaupunkt,
|
|
überarbeitet am 6.6.2004 |
Supernova 7 658 880Mit dem Blaupunkt Supernova war die Hildesheimer Firma Blaupunkt mit
einem veritablen Weltempfänger in einem Empfängersegment präsent, den in
Deutschland die Geräte von Grundig, Nordmende, Schaub-ITT und zusehends auch
die Japaner dominierten.
Der Blaupunkt Supernova ist ein Kofferempfänger, er bringt mit seinen 33,5 x 21,4 x 10,4 cm (bxhxt) ohne Batterien 4,5 kg auf die Waage. Ein Netzteil, schaltbar von 110 auf 220 V und ein Batteriefach, das 6 Monozellen aufnehmen kann, ist eingebaut. Die zweiteilige Telekopantenne ist an der Oberseite des Gerätes neben dem ausklappbaren Tragegriff lokalisert. Auf der Frontplatte findet sich rechts unten der IO / Hauptschalter. Darüber liegen
die Drucktasten der verschiedenen Bandbereiche, die Drucktasten arbeiten bei meinem
Gerät recht zuverlässig. Mit der Taste MB (Marineband) wird der Grenzwellenbereich
von 1,6 - 4,6 MHz gewählt, mit der Taste K wird der Trommeltuner aktiv. Welcher der
sechs Bereiche aktiv ist, gibt eine kleine Zahl in einem Skalenfenster an, die Bereiche
werden mit dem Trommeltuner, betätigt durch einen kräftigen Drehschalter an der
rechten Geräteschmalseite, gewählt. Ähnlich wie bei den meisten Empfängern
in den Siebzigerjahren findet sich ein recht breiter Skalenzeiger. Eine Logskala fehlt,
mit kleinen verschiebbaren Plastikmarken können Lieblingsstationen markiert werden. Im praktischen Betrieb ist die Bedienung des Blaupunkt Supernova unproblematisch.
Mit dem IO-Druckschalter rechts unten wird das Gerät eingeschaltet und mit der
entsprechenden Drucktaste der entsprechende Bandbereich gewählt. Auf Stellung K ist der
Trommeltuner aktiv. Mit dem Drehschalter an der rechten Geräteschmalsseite wird
das entsprechende Kurzwellensegment gewählt. Im Bereich 1 wird zwischen den
Marken 6 und 6.2 MHZ etwas links der Mitte abgestimmt, die starke deutschsprachige
Station an dieser Stelle entspricht der Deutschen Welle auf 6075 kHz. Wenn die
Station einmal gefunden ist, kann mit der Kurzwellenlupe noch auf optimale
Verständlichkeit feinabgestimmt werden. Zusammenfassend kann der Blaupunkt Supernova als Sammlerstück und Exot aus der deutschen Radioproduktion ohne grosse Probleme den Empfang der europäischen Auslandssender ermöglichen. Wer einen Kommunikationsempfänger für die Jagd nach schwachen Stationen aus entlegenen Gegenden sucht oder sogar Funkamateure und Funkdienste in CW oder RTTY decodieren will, sollte sich nach einem Gerät mit digitaler Frequenzanzeige und einer hochwertigen Filterauswahl umschauen. Ein technisch sehr ähnliches Gerät wurde auch von Siemens als Turnier Electronic RK 16 vertrieben. © Martin Bösch
|
|||||||||||||||||