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überarbeitet am 16.9.2006
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Der Marinefunkempfänger Drake MSR-2 wurde 1977 eingeführt, verwandt mit
den Empfängern der R-4 - Reihe verfügt das Gerät über einen Synthesizer
für die 1 MHz-Segmente und eine digitale Frequenzanzeige mittels orangeleuchtender
Nixieröhren, der Allwellenempfänger war somit im kommerziellen Bereich tauglich.
Das 19 Zoll-Einschubgerät wurde auch von den deutschen Schiffsausrüstern
Debeg als 7202 und Hagenuk als EE-334 geliefert, der letztere mit eingedeutschten
Frontplattenbezeichnungen und deutschem Handbuch.
Dem Gerät ist die Verwandtschaft mit dem DSR-2, der um einen integrierten Lautsprecher
und eine Vorabstimmung für die VLF-Bereiche mit den Baken erweitert wurde,
deutlich anzusehen.
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Doppelsuper, 1.ZF 50,5 MHz, 2.ZF 50 kHz
Digitalanzeige, 100 Hz
10 - 30'000 kHz
AM, USB, LSB, ISB
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Empfindlichkeit 5 MHz SSB < 0,5 uV
Selektivität -6 dB
AM 6 / 1,2 / 0,3 kHz; SSB 2,4 MHz
Sep. Vorselektion für VLF und KW, RF-Gain
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Als kommerzieller Seefunkempfänger ist der Drake MSR-2 als 19-Zoll - Rackgerät ausgeführt,
rückseitig werden die Netzspannungen zugeführt, das Gerät kann mit Bordspannungen
von 120 und 220 - 240 V betrieben werden. Ebenso findet sich eine Klemmenleiste
zum Abgriff das Audiosignals und des zweiten Seitenbandes beim ISB (independent
side band) - Empfang. Die Chinch - Buchsen für 50 kHz IF out, Lautsprecherausgang und
Muting sowie der SO-239 Antennenanschluss passen nicht ganz zum kommerziellen
Einsatzgebiet des Geräts und lassen die Herkunft aus dem High End - Amateurmarkt
erkennen.
Das Gerät ist als 19 Zoll - Einschub 480 x 133 x 380 mm gross und bringt 11,5 kg
auf die Waage.
Auf der Frontplatte findet sich rechts oben die imposante digitale Frequenzanzeige
mit den orangeleuchtenden Nixieröhren,
zwei Drehschalter unter den entsprechenden Ziffern schalten die 10- und 1 MHz - Bereiche,
die kHz- und 0,1 kHz - Stellen werden mit dem grossen VFO - Knopf abgestimmt, dieser
ist mechanisch blockierbar, für den Fall, das mal ein schwerer Sturm aufzieht. Rechts unten
findet sich ebenfalls auf der Frontplatte der als 6,3 mm Klinkenbuchse ausgeführte
Kopfhöreranschluss.
Links neben der Frequenzanzeige das S-Meter, darunter drei Drucktasten für AVC-fast,
den Störaustaster / Noise Blanker und die Stand by-Schaltung. Gleich daneben unter
dem S-Meter der Preselektor für die Mittel- und Kurzwellenbereiche 0,5 - 10 MHz.
Darunter liegen in einer Reihe die restlichen Drehregler und Schalter, die zur
HF- und NF-mässigen Bearbeitung des Signals notwendig sind. Der Lautstärkeregler links
ist mit dem Hauptschalter kombiniert, es folgen die Betriebsartenschalter. Der linke
wählt die verschiedenen ZF Bandbreiten sowie das obere resp. untere Seitenband im SSB-Betrieb und
den ISB - Modus, der rechte Betriebsartenschalter dient zur Wahl des AM respektive SSB-Empfangs.
Dass die nächsten beiden Knöpfe braun markiert sind, lässt erkennen, dass zusätzliche
Funktionen durch ziehen aktiviert werden können. Auf Ziehen am RF-Gain - Knopf wird auf
manuelle HF-Verstärkungsregelung geschaltet. Der BFO wird durch Ziehen am BFO-Knopf
aktiviert, erst dann kann durch Drehen die Tonhöhe des Überlagerungstons beim CW-
Empfang eingestellt werden. Der nächste Regler "Vernier tuning" dient zur Feineinstellung
der Frequenz zwischen den 100 kHz - Schritten des HauptVFO.
Ganz links findet sich ein mit einem Schiebeschalter aktivierbarer Monitorlautsprecher,
darunter die Bedienelemente für den Vorkreis im VLF - Bereich. In der ersten Stellung
0,01 - 0,03 MHz braucht nicht weiter abgestimmt werden, in den Bereichen 0,03 - 0,5 MHz
ist der rechts daneben liegende zweite Preselektorknopf auf Signalmaximum abzustimmen.
Damit sollte dann aber auch keine VLF- Bake verpasst werden...
Dem Drake - Empfänger merkt man seine Herkunft an, diese erklärt die teils - gelinde
gesagt - eigenartige Anordnung der Bedienelemente. S-Meter, Digitalanzeige, der
Hauptpreselektor und die untere Reihe der AF- / RF-Gainregler und Betriebsartenschalter
entsprechen der des DSR-2, der Weiterentwicklung des SPR-4 mit Frequenzsynthese und
digitaler Frequenzanzeige. Der Monitorlautsprecher und der schaltbare Preselektor für
die VLF- / Bakenbereiche sind nachträglich dazugekommen...
So lohnt sich vor der Inbetriebnahme das Handbuchstudium etwas mehr, als bei
anderen völlig selbsterklärenden Empfängern.:
Zum Empfang im 49m - Rundfunkband sollte der linke (VLF-)Bereichsschalter auf
0.5 - 30 (MHz) stehen, der Preselect 0.03 - 0.5 MHz wird nicht benötigt.
Die Frequenzbereichsdrehschalter werden auf "0" resp "6" gestellt, mit dem Abstimmknopf
auf 155,0 abgestimmt. Die ZF-Bandbreite sollte auf 6 und die Betriebsart auf AM stehen,
der HF-Regler sollte hineingestossen sein, ist er herausgezogen (d.h. auf manuelle
RF-Gain - Regelung eingestellt und diese in 0 - Position, so ist kein Empfang möglich).
Mit dem Volume / AF-Gain - Regler wird nun auf eine angenehme Lautstärke eingestellt,
der unter dem S-Meter gelegene Preselector 0.5 - 10 MHz auf beste Lautstärke resp.
Signalmaximum am S-Meter eingestellt.
© Martin Bösch 26.12.2006
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