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Grundig,Fürth |
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überarbeitet am 21.5.2008 |
Grundig Satellit 2100Nachdem der Grundig Satellit 208 als erster nach dem Doppelsuperprinzip arbeitende Weltempfänger aus dem Hause Grundig 1967 auf den Markt kam, war beim 1973 eingeführten Satellit 2000 der zum technischen Grundstock der Satellit-Reihe gehörende Trommeltuner, der eine Bandspreizung und somit vereinfachte Sendereinstellung in den Rundfunkbereichen ermöglichte, im Gegensatz zu den Vorgängergeräten Satellit 210 und 1000 nun horizontal angeordnet. Der Grundig Satellit 2100 wurde 1976 vorgestellt und erlebte Veränderungen vor allem im NF-Bereich & im Design.
Der schwergewichtige (6,3 kg) und mit 46 x 27 x 12 cm voluminöse Kofferempfänger war vor allem in Deutschland in der Mitte der siebziger Jahre ein sehr beliebter und verbreiteter Weltempfänger. Er kann mit 6 UM-1-Batterien oder mit 110/220 V Netzspannung sowie auch über ein Adapterkabel mit 9 - 16 V Gleichspannung betrieben werden. Drei horizontal angeordnete Senderskalen nehmen die
rechte Hälfte der Frontplatte ein, jeweils zur Rechten
findet sich der Abstimmknopf für die betreffenden
Frequenzbereiche. Zuoberst liegen die Teilskalen für LW,
MW und die zwei Tropenbandbreiche von 1,6 - 5,2 MHz, in
den Mitte das Skalenfenster des Trommeltuners, die 9
Kurzwellen- Bereiche werden mit einem kräftigen Schalter
an der rechten Schmalseite des Radios geschaltet, ein
kleiner Schalter in der Mittelleiste schaltet zwischen
dem überstrichenen Kurzwellensegment (z.Bsp. 12,5 - 16,5
MHz) und dem über die ganze Skalenbreite gespreizten
Rundfunkband (z.Bsp. 15,0 - 15,6 MHz) um. Bei
geschalteter Bandspreizung und einigermassen linearem
Frequenzgang innerhalb eines Bandes liegt die
Ablesegenauigkeit bei ca. 10 kHz. Die
Wiederkehrgenauigkeit, um eine einmal gesicherte
Frequenz, auf der eine bestimmte Station sendet, wieder
einstellen zu können, kann mit einer linearen von 0 -
100 unterteilten Eichskala verbessert werden, allerdings
muss für jede Frequenz der Wert der Eichskala in einem
Notizbuch festgehalten werden. Zuunterst findet sich die
UKW-Skala und der zugehörige Abstimmknopf, die AFC kann
mit einem Schiebeschalter in der Mittelleiste ausgschaltet
werden. Somit ergibt sich, dass der Grundig Satellit 2100 ein dem Stand der (Analog-)Technik der siebziger Jahre entsprechender Weltempfänger für den nicht unter Platznot leidenden Reisenden oder aber eher ein Kurzwellenheimempfänger zum Empfang der internationalen Kurzwellendienste aus Europa und der kräftigsten internationalen Stationen ist. Aufgrund der beschränkten Möglichkeiten der Signalnachbearbeitung und vor allem der ungenauen Frequenzanzeige ist der Satellit 2100 den heutigen Ansprüchen eines DXers nicht gewachsen, liefert im Tropenband ungeügende Leistungen und ist mit dem BFO-Zusatz und ungenügender Stabilität nur für das Hineinschnuppern in die Amateurfunkbänder, nicht aber für den ernsthaften SSB-Empfang oder gar den RTTY/FAX-Empfang geeignet. Aber trotz der Zulassung für den eingeschränkten Seefunkempfang hat Grundig wohl nie den Ehrgeiz gehabt, einen echten Kommunikationsempfänger in das Kofferradiogehäuse zu packen. Technischer Schwachpunkt des Grundig Satellit 2100 sind meines Erachtens die Schaltkontakte. Die störungsanfälligen Schieberegler des Vorgängermodells wurden durch die betriebssichereren Drehpotis ersetzt. Die Hochfrequenz-führenden Kontakte des Trommeltuners sind vergoldet und weniger korrosionsanfällig, aber erst eine ausgiebige Reinigung dieser Kontakte und vor allem der des Bandbreitenschalters und des Drucktastenaggregates erweckten meinen als Gebrauchtgerät erstandenen Satellit 2100 wieder zu vollem Leben. weitere Lektüre: © Martin Bösch 25.7.1999
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