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Grundig,FürthGrundig Satellit 300 |
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überarbeitet am 22.5.2008 |
1983 kam Grundig im Gefolge des Sony ICF-2001 mit dem ersten Satelliten mit digitaler Frequenzaufbereitung auf den Markt. Der Satellit 300 war allerdings nur ein Einfachsuper und glänzte mit ausgesprochen mässigen Empfangsleistungen bei erklecklichem Preis, man warf dem Gerät vor, es hätte mit einer Bezeichnung "Yacht Boy" seinem Namen mehr Ehre gemacht.
Dank dem Wechsel auf die Digitaltechnologie konnte die Grösse des Satellit 300 nun auf echte Reiseradio- resp. Handtaschengrösse reduziert werden, im Koffer haben nun noch andere Reiseutensilien Platz... Das 30,5 x 18 x 7 cm (bxhxt) grosse und 2,15 kg schwere Gerät verfügt über einen Netzanschluss, kann aber auch mit 6 UM-2 / Babyzellen für den Radiobetrieb und 3 UM-3 Uhr-/Speicherstützbatterien betrieben werden. Schalter an der Geräteoberkante schalten die verschiedenen Wellenbereiche,
neckischerweise muss zwischen den Kurzwellenbereichen 1 (3,9 - 10,5 MHz) und
2 (10,5 - 22 MHz) manuell umgeschaltet werden. Der Betrieb ist, wie bei allen mikroprozessorgesteuerten Geräten etwas gewöhnungsbedürftig, immerhin kann man den Entwicklungsingenieuren die Bedienungsschritte nachempfinden, es gibt Empfänger mit deutlich mühsameren Steuersequenzen, so leicht wie Sony machen's einem nicht alle. Da das Gerät ganz ohne technische Gimmicks wie ein Preselector, der verstellt sein kann, BFO oder Passbandtuning daherkommt, kommen Fehlbedienungen nicht so oft vor. Zusammenfassend machte der Satellit 300 als erster mikroprozessorgesteuerter Weltempfänger von Grundig seinem Namen keine Ehre. Empfangsleistungen und Grossignalfestigkeit sind ungenügend, es wird nur ein Teil des Kurzwellenspektrums abgedeckt, schmale ZF-Filter oder sogar Möglichkeiten von SSB-Empfang und Signalnachbearbeitung fehlen. Der hohe Preis, der dadurch bedingt war, dass die Mikroprozessortechnik noch in den Anfängen und entsprechend teuer war, ist heute in keiner Weise mehr gerechtfertigt. Günstig erworben, kann der kleine Satellit aber problemlos mit billigen Warenhausempfängern mithalten und stellt sie in Punkto Klang in den Schatten. Dass die "Stiftung Warentest" offenbar für das Gerät das Qualitätsurteil "gut" abgab, war damals schon vielen Kurzwellenhören unklar... weitere Lektüre: © Martin Bösch 16.12.2004
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