Mit den Abmessungen 304 x 180 x 70 mm (BxHxT) ist das Gerät auch auf einem Hotel-Nachttisch
noch gut unterzubringen. Das Gewicht von 2,5 kg (einschließlich
Batterien) ist dabei noch so, daß das Gerät aber auch
über längere Strecken, etwa zum Urlaubsstrand,
transportiert werden kann.
Die Stromversorgung kann auf dreierlei Weise erfolgen.
Entweder über 6 Babyzellen, über das Lichtnetz (Netzteil
eingebaut) oder über eine 12-Volt-Autobatterie mittels
Normstecker. Letztere könnte natürlich auch eine
irgendwo in der Wohnung untergebrachte ortsfeste und an
ein Puffer-Ladegerät angeschlossene Autobatterie sein,
vgl. WWH 11/ 85, S. 8.
Empfangbar sind alle Wellenbereiche von Langwelle bis UKW. Und zwar 148-353 kHz,
513-1611 kHz, 1612-26100 kHz und 83,5-108 MHz. Das gilt für
die deutsche Ausführung "Satellit 400 Professional".
Bei der (internationalen) Exportausführung "Satellit
400 international" reicht der Kurzwellenbereich von
1612-30000 kHz.
Als Antenne ist für MW/LW eine Ferrit-Stabantenne fest eingebaut. Für KW und UKW
ist eine ausziehbare Teleskop - Stabantenne mit einer
Maximallänge von 1,15 m vorgesehen. Entsprechend
moderner Technik ist noch eine Koaxial-Antennenbuchse
vorhanden. Diese ist für alle (!) Wellenbereiche
vorgesehen, also von LW bis UKW. Sie dient vorzugsweise für
den Anschluß eines sog. "AMConnectors" von
Hirschmann. Das ist ein kleines Kästchen, welches in das
Empfänger-Anschlußkabel einer üblichen Gemeinschafts-
oder Einzelantennenanlage zwischengesteckt wird. Durch
eine schlaue "elektrische Weiche" in dem Kästchen
werden die von dem Mantel (!) des Antennenverteilernetzes
empfangenen MW-, LW- und KW-Frequenzen auf den
Innenleiter des Koaxial-Abgangskabels des AM-Connectors
übertragen. Demgemäß liefert der Koaxial-Geräte-Anschlußstecker
des AM-Connectors tatsächlich alle Frequenzen an ein
Radiogerät. Der historischen Wahrheit halber sei erwähnt,
daß der versierte Kurzwellenhörer schon seit sehr
langer Zeit den Mantel eines Gemeinschafts-Antennenkabels
als Antenne für die AM-Bereiche verwandte, das Prinzip
an sich also bekannt ist. Die Antennen-Koaxialbuchse ist
genormt und besitzt einen Kontaktsatz, welcher beim Einführen
des Koaxialsteckers die eingebauten Antennen abschaltet.
Leider ist die Normung nicht problemlos gelungen und
manche Koaxialsteckertypen werden von einer Feder schon
bei leichter Berührung wieder hinausbefördert. Grundig
empfiehlt daher für eine Übergangszeit den Hirschmann-Stecker
"Kok l"; Hirschmann-Bestell-Nr. 931296-307 (weiß)
oder 931-296-3UU (schwarz). Diese Stecker haben eine
angerauhte Hülse.
Die Bedienungsorgane sind "reiseempfängerfreundlich" ausgebildet. Außer
dem Abstimmknopf und einem SSB / BFO-Drehknopf an der
rechten Gehäuseseite gibt es keine Drehknöpfe! Alles
wird durch Tipptasten oder Schieber bewirkt. Das ist auch
außerordentlich blindenfreundlich! Die Stellung der
Schieber ist leicht zu erfühlen. Links Lautstärke,
Mitte Bässe, rechts Höhen. Rechts vom Höhensteller ist
eine Taschenrechner-Tastatur. Sie dient zur Eingabe von
Senderfrequenzen und Speicherplatz-Nummern. Rechts von
diesem Tableau sind zwei großflächige
Aktivierungstasten für den eingebauten Mikrocomputer.
Ganz rechts sind übereinander eine Frei-Prüftaste für
die eingebauten 24 (!) Speicherplätze, eine Einspeicher
- Aktivierungstaste "store" und drei Tasten für
die Uhr, welche Teil des Mikrocomputers ist. Sie kann
auch als Schaltuhr verwendet werden.
Je zwei lange Tipptasten über und unter dem
Taschenrechner-Tableau dienen Suchlaufzwecken. Auch die
einzelnen Wellenbereiche sind durch Tipptasten wählbar.
Wegen Einzelheiten muß auf die Bedienungsanleitung
verwiesen werden.
Bedeutsam ist noch, daß alle sonstigen Bedienungsorgane
und Kontaktelemente (z. B. Netzanschlusskabel, Kopfhöreranschluß,
Tonbandbuchse) auf den beiden Seitenwänden angeordnet
sind, die Rückseite des Gerätes also völlig frei ist (vgl.
auch WWH H. 2/86, S. 11). Aus der Geräterückseite ist
ein Winkel herausklappbar. Mit ihm kann das Gerät
pultartig auf den Tisch gestellt werden.
Das Gerät verfügt über drei getrennte Empfangszweige: Kurzwelle, MW/LW und UKW.
Daher konnten diese drei Zweige getrennt und nach
eventuellen, besonderen Gesichtspunkten dimensioniert
werden. Bei Kurzwelle beträgt die Bandbreite bei -6 db 4,6
kHz, bei -60 dB 7,2 kHz. Sie wird vor allem durch ein 6-Pol-Keramikfilter
erzielt. Auch bei MW/LW ist ein 6-Pol-Keramikfilter
eingebaut, welches einen breiteren Durchlaß hat.
Zusammen mit tonfrequenten Maßnahmen beträgt der NR-Übertragungsbereich
bei KW 60 Hz bis 1,8 kHz, bei MW / LW 60 Hz bis 2,7 kHz
und bei UKW (ebenfalls Keramikfilter) 20 Hz bis 20 kHz.
Bei KW arbeitet das Gerät als Doppelsuper ( 1te ZF 54
MHz, 2te ZF 450 kHz). Dementsprechend ist die
Spiegelfrequenzsicherheit sehr hoch (80 dB). Bei MW/LW
als Einfachsuper (ZF 450 kHz), ebenso bei UKW (ZF 10,7
MHz). Die angegebenen Bandbreiten sind nicht veränderbar;
das Gerät empfängt daher auf den AM-Bereichen immer mit
höchster Trennschärfe. Man mag das bedauern oder nicht
- für einen "Weltempfänger" ist das
vertretbar.
Die Einstellung eines Senders kann auf zweierlei Weise erfolgen:
1.) Man kann in ganz üblicher Weise eine der
Wellenbereichstasten drücken und mit dem Abstimmknopf
auf der rechten Gehäuseseite den Bereich abkurbeln.
Elektronisch erfolgt das über den eingebauten
Mikrocomputer. Nämlich in magnetisch gerasteten I kHz-Schritten
bei KW, MW und LW; in 10-kHz-Schritten bei UKW. Und dies
dank der PPL-Automatik mit der Stabilität eines
eingebauten Mutterquarzes. Der gesamte Kurzwellenbereich
von 1612 kHz bis 26 100 kHz wird dabei ohne Umschaltung lückenlos
bestrichen. Hierbei ermöglicht die Leichtgängigkeit des
Abstimmknopfes und eine Fingermulde in demselben ein
schnelles Durchdrehen. Das 1-kHz-Raster stellt sich dabei
bedienungstechnisch als eine exzellente "Kurzwellenlupe"
dar mit gleichen Drehwinkel-Abständen der Rastpunkte bis
zur obersten Empfangsfrequenz.
2.) Eine bekannte Frequenz kann direkt eingegeben werden.
Hierbei braucht überhaupt keine Wellenbereichstaste mehr
betätigt zu werden (!). Der Computer machts möglich.
Dies geht praktisch tatsächlich wie bei einem
Taschenrechner vor sich. Es sind zwei Schritte
erforderlich: Zunächst die Eingabe der Frequenz mit der
Taschenrechner-Tastatur in ein Register und hernach (mit
einer anderen Taste) die eigentliche Aktivierung ("Herholung")
dieser Frequenz durch den Mikrocomputer Wie beim
Taschenrechner ermöglicht dabei eine Korrekturtaste eine
Änderung der eingegebenen Daten. Das alles kann erfolgen,
während ein beliebiger Sender empfangen wird. Außerordentlich
angenehm ist bei alledem, daß man sich hier überhaupt
nicht um Wellenbereiche zu kümmern braucht! Tastet man
Werte in MHz ein (mit Komma!), so erkennt das der
Computer als UKW-Frequenz und steuert die Elektronik
entsprechend. Frequenzen, die das Gerät nicht empfangen
darf (Post) werden auf dem Display mit "error"
angezeigt und nicht hergebracht. Der Computer machts
wieder möglich.
Von ganz besonderem Wert ist, wie schon erwähnt, daß die 24 Speicherplätze in
ganz beliebiger bunter Reihenfolge mit Frequenzen aus
allen Wellenbereichen belegt werden können. Hierzu wird
einfach nach der Einstellung des gewünschten Senders in
der vorbeschriebenen Weise die Adresse des gewünschten
Speicherplatzes (also 1 bis 24) eingetippt und mit der
Aktivierungstaste "store" die Einspeicherung
bewirkt; fertig. Auf Einzelheiten soll hier nicht
eingegangen werden.
Zwei Suchläufe sind vorhanden. Mit "search"
kann, von einem beliebigen empfangenen Sender ausgehend,
der betreffende Wellenbereich in aufsteigender oder
absteigender Frequenz selbsttätig auf empfangswürdige
Sender abgeklappert werden. Das erfolgt im UKW-Bereich in
0,05 MHz ( = 50 kHz) Schritten, in den Bereichen MW / LW
in 9-kHz-Schritten, entsprechend den Senderabständen in
diesen Bereichen. Ist dabei ein Bereichsende erreicht, so
beginnt das Spiel vom anderen Bereichsende her erneut.
Eine Besonderheit weist der Kurzwellenbereich auf. Hier
bringen die Tasten "search" direkt die Rundfunk-
und Amateurbänder. Die Rundfunkbänder mit ihren
Mittenfrequenzen (im 49-mBand z. B. 6075 kHz = Deutsche
Welle), die Amateurbänder mit ihren unteren Band-Grenzfrequenzen.Mit
den Tasten "scan" kann man die 24
Speicherplatze der Reihe nach absuchen. Hat man
beispielsweise vergessen, was in den einzelnen Plätzen für
Sender abgespeichert sind, so kann man die einzelnen
Frequenzen auf das Display zaubern, sich beispielsweise
ein Verzeichnis anlegen oder auch uninteressant gewordene
Speicherplätze neu belegen.
Der Satellit 400 wäre kein echter "Satellit", wenn er nicht die Möglichkeit
des SSB-Empfanges böte. Die Abstimmung in festen 1-kHz-Schritten
läßt nun befürchten, daß dies recht schwierig sein
wird. Das Gegenteil ist der Fall! Dank der Verkopplung
mit einer Quarz-Mutterfrequenz kann man hier das
interessierende Seitenband bombenfest hereinholen (lautestes
Brabbeln). An dem BFO-Abstimmknopf dreht man dann einfach
so lange, bis der SSB-Sender klar empfangen wird. Beim
SSB-Empfang existiert m. a. Worten eine Unsicherheit
weniger gegenüber Empfängern, bei denen man das
Seitenband stufenlos einstellen kann und muß. Mit einem
kleinen Druckschalter unter dem BFO-Drehknopf kann man
dabei den BFO bequem und schnell ein- und ausschalten.
Eine feine Sache.
An die Kreuzmodulationsfestigkeit (auch als Großsignalfestigkeit
bezeichnet) derartiger Geräte, so auch der Satellit 400,
darf man keine hohen Erwartungen knüpfen. Die ist bei
wesentlich teureren Geräten auch nicht besser! Die
Kreuzmodulationsfestigkeit darf dabei nicht verwechselt
werden mit der (beim Satellit 400 sehr hohen)
Spiegelfrequenzsicherheit. Unter Kreuzmodulation (engl.
"intermodulation") versteht man den Effekt, daß
ein gleichzeitig mit einem sehr schwachen Sender an den
Empfängereingang gelangender sehr starker Sender sich
dem schwachen Sender aufmoduliert und dann mit keinen
Mitteln mehr von ihm zu trennen ist. Verantwortlich dafür
sind Nichtlinearitäten, vor allem in den Eingangs-Verstärkerstufen.
Wären diese elektrisch absolut linear, so könnten keine
Kreuzmodulationen entstehen. Zusätzliche Preselektoren
helfen da nur wenig, weil ein starker Sender nur um 5 kHz
neben einem schwachen Sender liegen kann und
Presselektoren aus physikalischen Gründen eine
wesentlich größere Durchlaßbreite haben. Diese nimmt
dabei auch noch mit steigender Frequenz zu. Immerhin trägt
eine Preselektion dazu bei, die Anzahl der auf den Empfängereingang
wirkenden Sender zu verringern, so daß indirekt eine
scheinbare Erhöhung der Kreuzmodulationsfestigkeit
resultiert . Es muß dazu aber angemerkt werden, daß
eine hohe Kreuzmodulationsfestigkeit einen erheblichen
Aufwand erfordert, der besonders bei PLL-abgestimmten
Empfängern - wie hier - besonders hoch ist.
Zur Abhilfe sieht man dann in aller Regel einen Abschwächer
("attenuator") vor, auch bei wesentlich
teureren Geräten. Mit demselben läßt sich die
Antennenspannung um ein bestimmtes Maß herabsetzen und
an unzureichende Großsignalfestigkeiten der Empfänger
anpassen. Selbstredend ist das nur eine Notlösung. Denn
noch immer gilt der Satz: "Eine gute Antenne ist der
beste Hochfrequenzverstärker" und es ist daher
irgendwie schizophren, wenn man das von einer guten
Antenne gelieferte Signalgemisch erst kaputtmachen muß,
damit es ein Empfänger verträgt. Nach eingehenden
Empfangsversuchen läßt sich sagen, daß die Großsignalfestigkeit
des Satellit 400 auf Kurzwellen nicht schlechter ist als
die eines vergleichsweise betriebenen Satellit 3400, aber
auch nicht besser. Der Satellit 400 hat dabei auf
Kurzwellen keine Eingangsselektion. Dafür sind im
Eingang sorgfältig ausgewählte DUAL-GATE-Feldeffekttransistoren
eingesetzt mit gegenüber üblichen bipolaren
Transistoren erheblich besserem Grosssignalverhalten. Das
Fehlen einer Eingangs-Selektion einerseits und das
Vorhandensein der Koaxial-Antennenbuchse andererseits
erlaubt dafür eine völlig problemlose Vorschaltung
eines Preselektors.
Die Empfangsleistungen des Gerätes sind durchaus als gut zu bezeichnen. Die PLL-Schaltung
bringt dabei gegenüber einem Satellit 3400 einen etwas höheren
Rauschpegel mit sich. Dieser ist nicht zu verwechseln mit
dem Rauschen eines Empfängers bei der maximalen
Empfindlichkeit, welche physikalisch bedingt ist. Bei UKW
und MW/LW wird die Demodulation durch einen gemeinsamen
IC vorgenommen (TDA 4100) Dadurch ist in den genannten
Bereichen ein sehr gutes, durchsichtiges Klangbild zu
verzeichnen, insbesondere auf den bislang meistens
vernachlässigten MW- und LW-Bereichen. Auch hat man
offensichtlich nicht am Lautsprecher gespart. Das werden
alle die zu schätzen wissen, die oft AFN,
Deutschlandfunk oder Fußballübertragungen auf MW hören.
Die NF-Spitzenleistung von 6 Watt läßt dabei die
Anschaltung einer kleinen Hifi-Box sinnvoll erscheinen.
Leider fehlt ein entsprechender Aussenlautsprecheranschluß.
Versierte Hörer können aber hierfür den Kopfhöreranschluß
umfunktionieren, indem sie die beiden 47 Ohm - Widerstände
vor der 3 ,5 mm-Klinkenbuchse entfernen oder kurzschließen.
Die Trennschärfe ist auf UKW hervorragend. So ist schon bei 87,52 MHz von dem
darunter liegenden Eurosignalsender der Bundespost nichts
mehr zu hören. Auf MW/LW und Kurzwelle ist die Trennschärfe
dank der 6-Pol-Keramikfilter ausreichend, wenn auch ab
und zu ein Herüberzischen der höchsten
Modulationsfrequenzen von den Nachbarkanälen vorkommt.
Es ist aber durchaus nicht auszuschließen, daß manche
KW-Rundfunkanstalten ein breiteres Frequenzband als die
der Kanalbreite entsprechenden 5 kHz ausstrahlen. Hier wäre
eine Synchron-Detektion das Mittel der Wahl, vgl. WWH H.
3/86, S. l 6 f. Im Wesentlichen läßt sich sagen, daß
die Trennschärfe des Satellit 400 bei MW/ LW derjenigen
eines Satellit 3400 in Stellung "mittel"
entspricht und auf Kurzwelle derjenigen in Stellung
"schmal".
Die Empfindlichkeit auf MW/LW mit der eingebauten
Ferritantenne ist sehr gut. Die vorhandene Koaxialbuchse
für eine Außenantenne ist mit 75 Ohm sehr niederohmig.
Der Anschluß einer Zusatzantenne von ein paar Metern Länge
(hochohmig!) bringt daher auf MW/LW sehr wenig. Ein kurz
vor Testende erhaltener AM-Connector konnte nicht ausführlich
getestet werden. Immerhin konnte festgestellt werden, daß
der AM-Connector, wie nicht anders zu erwarten, alle auf
dem Lichtnetz oder sonstwie im Haus vorhandene Störsignale
ungeschwächt bringt. Denn das Gemeinschafts-Antennenkabel-Netzwerk
liegt voll im Störnebel des Hauses. Die Leistung des AM-Connectors
hängt daher wesentlich ab von dem Störnebel im Hause.
Ein Ersatz für eine Außenantenne kann er also
keinesfalls sein.
Auf Kurzwelle ist der Empfängereingang optimal an die
Teleskopantenne angepaßt. Da der Empfängereingang
aperiodisch ist, kann man zur Verstärkung eine
Zusatzantenne von ein paar Metern Länge sehr einfach
direkt an den Teleskopstab anschließen; es kann nichts
verstimmt werden. Das bringt relativ viel. Man kann dann
die Teleskopantenne auch bis auf ein paar Zentimeter
eingeschoben lassen, wenn sie stört, z. B. auf einem
Hotel-Nachttisch. Bei Netzbetrieb oder Betrieb an Auto-
oder Bootsbatterie wirken die Zuleitungen dorthin als
Gegengewicht zur Teleskopantenne. Bei Betrieb mit den
eingebauten Batterien fehlt ein solches, an sich immer
erforderliches Gegengewicht und der Empfang ist
wesentlich schwächer. Hier bringen ein paar Meter
beliebige Litze sehr viel, welche man mit der Masse des
Gerätes verbindet. Da ein Erdanschluß fehlt, läßt
sich hierzu am Einfachsten die AUX-Buchse auf der linken
Geräteseite verwenden. Die Gegengewichtslitze lötet man
an den mittleren Stift eines 3-, 5- oder 7-poligen "Diodensteckers"
an, oder auch an dessen Abschirmung. Dieser Tip mit dem
Gegengewicht gilt übrigens für alle Reiseempfänger.
Die Zahl von 24 Speicherplätzen
für Festsender mögen Manchem als übertrieben oder
nicht erforderlich erscheinen. Dem ist aber durchaus
nicht so. Mit etwas Phantasie lassen sich auch für
solche Hörer Anwendungen finden, die nicht in Berlin
oder einem Drei-Länder-Eck wohnen. Man kann z.B. schon
zuhause die im Urlaubsgebiet empfangbaren einheimischen-
oder Kurzwellensender deutscher Sprache einprogrammieren.
Blinde Mitbürger könnten sich auf MW/LW von einem
Sehenden alle 100 oder 200 kHz feste Frequenzen als
Bezugsfrequenzen einprogrammieren lassen. Von da ab könnten
sie dann durch einfaches Abzählen die Sender
identifizieren.
In dem Display wird nicht nur die eingestellte Frequenz
bzw. die Uhrzeit angezeigt, sondern auch alle gerade
laufenden Funktionen, etwa der Wellenbereich, die Nummer
eines eingeschalteten Festspeichers oder auch ob
Handabstimmung läuft. Mit einem kleinen Druckknopf auf
der linken Geräteseite kann bei Betrieb mit den
eingebauten Batterien die Displaybeleuchtung
eingeschaltet werden.
Nach den vorstehenden Zeilen stellt sich der Satellit 400
dar als ein Reise- (und auch Heim-) Empfänger mit hohem
Gebrauchswert zu einem angemessenen Preis (ca. DM 600 ...
650).
Technische Einzelheiten:
Doppel - Überlagerungsempfänger für die AM -
Bereiche (LW, MW, KW)
Ausgangsleistung: 6 W
Wellenbereiche: FM 87,5 - 108 MHz
SW 1612 - 26 100 kHz (Satellit professional 400)
SW 1612 - 30 000 kHz (Satellit international 400)
MW 513 - 1611 kHz
LW 148 - 353 kHz
Abstimmschritte: AM: 1 kHz - Schritte
FM: 10 Khz - Schritte
Antennen: Ferritstab für LW / MW (150 - 1620 kHz)
Teleskopantenne für KW (1620 - 26 100 kHz) und UKW
Anschluss für Aussenantenne für KW / UKW (75 Ohm koaxial)
Anschlüsse für:
Netzkabel mit Batterieumschalter, 12 Volt =, Stereokopfhörer
mit 3,5 mm Stecker, Tonbandaufnahme (7 Pol),
Aussenantenne DIN 45 325 (75 Ohm)
Stromversorgung: 6 x 1,5 V
Babyzellen IEC - R14 oder UM-2
Stützbatterie für Mikroprozessor 3 x 1,5 V Mignonzelle
IEC - R6 oder UM - 3
externe Spannungsquelle 12 V =,
220 ... 240 oder 110 ... 127 V, 50 - 60 Hz
Gewicht: 2,15 kg ohne Batterien
Abmessungen (B x H x T) 304 x 180 x 70 mm