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Grundig, FürthSatellit 400 |
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überarbeitet am 6.9.2008 |
Nach der Vorstellung, des nicht sehr überzeugenden Satellit 300 (nicht wenige sprachen
vom "Flop" in der Reihe der Grundig Satellit - Geräte, arbeiteten Grundig's Entwickler
hart daran, einen Nachfolger mit all den Eigenschaften auf den Markt zu bringen, die der
300er hatte vermissen lassen. Der Satellit 400 kam 1986 auf den Markt und wurde bis 1989
hergestellt. Aufgrund fernmelderechtlicher Vorschriften wurde für den deutschen Markt
die Version Grundig Satellit 400 Professional mit einem auf 26,1 MHz beschränkten Kurzwellenbereich
hergestellt, anderenorts wurde der Satellit 400 International, der bis 30 MHz reichte, vertrieben.
Der Grundig Satellit 400 kam als technisch vollständig überarbeiteter Nachfolger des Satellit 300 im Jahre 1986 auf den Markt. Mit dem Vorgänger gemeinsam hat er lediglich die Gehäuseabmessungen, das Gewicht und die Position der wichtigsten Bedienelemente - das Innenleben wurde vollständig überholt, bei dem Erwerb eines Gebrauchtgeräts ist diesem Unterschied unbedingt Rechnung zu tragen. Die Abmessungen des Satellit 400 sind mit 30,4 x 18 x 7 cm und einem Gewicht von 2,1 identisch mit denen des Vorgängergeräts, der Empfänger kann mit 110-127 oder 220-240 V Wechselstrom vom Netz oder mit sechs UM-2 Babyzellen betrieben werden, drei weitere UM-3 Mignonzellen werden benötigt, um die Speicherinhalte nach dem Ausschalten zu behalten und die Uhr am Laufen zu halten. An der Geräteoberseite findet sich eine Weltzeit - Umrechnungskarte, der Traggriff und die Teleskopantenne. Die linke Hälfte der Frontplatte nimmt der grosse Lautsprechergrill ein, dank
diesem und dem grosszügig dimensionierten 6W - Verstärkerteil verfügt der Satellit
über die typischen hervorragenden Audio - Wiedergabeeigenschaften. In der linken
unteren Ecke der Frontplatte findet sich der Hauptschalter, der auch den Timer aktiviert. Um den Empfänger auf eine Station abzustimmen, benutzt man den grossen Abstimmknopf an der rechten Schmalseite dees Geräts (im Display wird HA für Handabstimmung angezeigt), mittels SEARCH wird ein Sendersuchlauf auf UKW und auch Lang- & Mittelwellen aktiviert (im Display steht dann AS für "Auto Search", CH wenn der Signalpegel eines aufgefundenen Signals gemessen wird), man kann mit der Taste M-BAND direkt in die Mitte eines Rundfunk- oder die untere Begrenzung eines Amateurfunkbandes springen. Die Eingabe "6 0 7 5 FREQ/m-BAND" lässt den Empfänger direkt auf die bekannte Frequenz einer Station springen, aufgrund der Eingabe und der Stellung des Dezimalpunkts erkennt der Satellit selbständig, ob es sich dabei um eine KW, MW oder UKW-Frequenz handelt. Der Satellit 400 verfügt über 24 Speicher, die sich aus Stationen aus dem gesamten Empfangsbereich belegen lassen. Um das versehentliche Überschreiben von einem Speicherkanal zu verhindern, kann dessen Inhalt kontrolliert werden, indem zunächst die Kanalnummer gefolgt von der Taste STATION gedrückt werden, im Display wird die gespeicherte Frequenz oder im Falle eines unbelegten Speichers FREE angezeigt. Um eine Frequenz abzuspeichern, muss die Speichernummer gefolgt von STORE eingetippt werden, der Empfänger antwortet darauf mit STAT. gefolgt von der Speichernummer. Um eine gespeicherte Frequenz aufzurufen, ist die EIngabe der Speicherkanalnummer gefolgt von STATION der richtige Weg, um einen Kanal zu löschen, wird die Kanalnummer gefolgt von FREE eingegeben, allerdings wird wohl in der Regel der Speicherinhalt einfach überschrieben werden. Mit den "< SCAN >"-Tasten springt der Empfänger von einer gespeicherten Frequenz zur nächsten.Zum SSB-Empfang muss der kleine Knopf unterhalb des BFO-Reglers auf der rechten Geräteschmalseite gedrückt werden, mit dem BFO-Knopf wird dann die Tonhöhe des CW-Signals eingestellt resp. bei einer SSB-Aussendung reguliert, bis aus der Mickey Mouse-Sprache etwas Verständliches wird, die Tonhöhenregulation ist vor allem bei Musikdarbietungen anspruchsvoll... An der der rechten Geräteschmalseite findet sich ebenfalls der koaxiale 75 Ohm- Antennenanschluss, bei eingesteckter Antenne wird die interne Teleskopantenne abgeschaltet. Ausserhalb Deutschlands könnten die entsprechenden Stecker schwer zu finden sein, üblicherweise passen die Anschlusskabel zu RAdio/TV-Gemeinschaftsantennenanlagen. Zusammenfassend erfüllt der mikroporzessorgesteuerte Satellit 400 alle die
Erwartungen, die die Hörergemeinschaft an den Satellit 300 gestellt hätte. Der
robust gebaute Kurzwellenempfänger ist auf Reise etwas sperrig, dank seinem
Doppelsuperdesign erlaubt er stabilen Kurzwellenempfang und hält unerwünschte
Signale auf Spiegelfrequenzen vom Lautsprecher fern, dazu kommt die von Geräten
der Satellit - Reihe gewohnte hochwertige NF-Wiedergabecharakteristik.
d: Grundig Satellit 400, praktisch erprobt, Günther Schellhorn, wwh 4/1986
© Martin Bösch, 6.9.2008
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