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Grundig, FürthSatellit 500 |
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überarbeitet am 6.9.2008 |
Als Nachfolger des Sat.400 brachte Grundig im Jahre 1989 den Satellit 500
heraus, das Gerät wurde bis 1991 produziert.
Der Grundig Satellit 500 basiert technisch auf dem Satellit 400, der aber eine gründliche Überarbeitung erfahren hat. Technisch handelt es sich auch beim Satellit 500 um einen Doppelsuper, der dank Mikroprozessorkontrolle über ausgedehnte Möglichkeiten von Speicherfunktionen, Scan- & Timerfunktionen verfügt. Es ist mit einem vollständig neu konzipierten LCD-Display mit der Möglichkeit der alphanumerischen Anzeige von Stationsnamen ausgestattet, die deutsche (d.h. die Professional - Version) verfügt über eine ROM-Tablle in der 156 Frequenzen von 40 internationalen Kurzwellendiensten in einem "read only"-Speicher permament niedergelegt sind, leider hat dieses Feature an Nutzen sehr verloren, zahlreiche Kurzwellenstationen haben den Sendebetrieb seit den achziger Jahren eingestellt oder die Sendefrequenz gewechselt. Mit 30,4 x 17,8 x 6,6 cm und 1,8 kg entsprechen die Abmessungen und das Gewicht in etwa denen der Vorgängergeräte Satellit 300 und 400. Der Satellit 500 wird von vier Monozellen / UM-1 gespiesen, ein interner automatisch aufgeladener Li-Akkumulator erhält die gespeicherten Daten der Uhr und Stationsspeicher aufrecht. Das Gerät kann auch mit NiCd-Akkumulatoren betrieben werden, wenn das Gerät vom Netz betrieben wird und der Schalter im Batteriefach auf ACCU steht, werden die Akkus automatisch nachgeladen. Eine Versorgung mit 9 - 12 V Gleichstrom (über einen center-positiven Steckkontakt) ist ebenfalls möglich, Grundig's Originalnetzteil trägt die Bezeichnung NR-90. Auf der Geräteoberseite findet sich unter dem Tragegriff lediglich die aufgdruckte
Weltzeitumrechnungstabelle und die Teleskopantenne. Die linke Hälfte der Front nimmt der Lautsprechergrill ein, die Tonqualität ist
mit 1,5 W Sinus-/ 3 W Musikleistung für ein Reisegerät hervorragend. 13 Tasten werden benötigt um das Gerät einzuschalten, AM oder FM (UKW-Bereich),
Mono/Stereo-Empfang, die Bandbreite oder USB/LSB und Synchrondetektion zu aktivieren.
Die MEMORY SCAN-Tasten erlauben es, rasch die gespeicherten Frequenzen durchzusuchen,
SEARCH aktiviert einen Sendersuchlauf. Der einfachste Weg, eine Station auf einer bekannten Frequenz einzustellen, ist die direkte Frequenzeingabe über die Zifferntasten, beispielsweise die Eingabe von 6 - 1 - 5 - 5 - FREQUENCY um den Österreichischen Rundfunk auf 6155 kHz zu empfangen. Ebenso unproblematisch ist der Einsatz des Hauptabstimmknopfes an der rechten Geräteschmalseite. Im Falle von Nachbarkanalstörungen kann die ZF-Bandbreite durch Durck auf die Wide/Narrow - taste verringert werden. Oftmals hilft auch der Einsatz des Synchrondetektors weiter, oder es wird im SSB-Modus das untere oder obere Seitenband eingestellt und manuell auf "Zero Beat" abgestimmt, bis der Pfeifton durch den im Gerät erzeugten Hilfsträger verschwindet, den automatischen ECSS-Empfang erlaubt der Satellit 500 nicht. Es gibt noch eine selten dokumentierte Möglichkeit, den Empfang noch etwas zu verbessern. Bei Druck auf die MONO-Taste kann mit dem Hauptabstimmknopf die automatische Preselektion verstimmt werden; lässt man danach den MONO-Knopf los und dreht am Abstimmknopf weiter, spring das Gerät wieder in die automatische Preselektion. Die HF-Verstärkung kann durch gefühlvollen Einsatz des RF-Gain-Reglers (MGC) an der rechten Geräteschmalseite kontrolliert und manche schwierige Empfangssituation vor allem im SSB-Empfang so gemeistert werden. In manchen schwierigen Empfangssituationen kann auch der Anschluss einer externen Antenne viel bringen. Ein Schalter unter der ausserhalb Europas wenig verbreiteten DIN 45325-Buchse schaltet auf die externe Antenne um. Bei Überladungserscheinungen beim Einsatz einer allzu langen Antenne oder in der Nähe einer starken Sendestation verspricht der Abschwächer SENS DX/LOC in der LOCAL-Stellung Abhilfe. In der deutschen Version, dem Satellit 500 Professional, ist die ROM-Tabelle aktiviert: in einem ansonsten unbenutzten Speicherbereich hat Grundig Frequenzen von 40 internationalen Kurzwellendiensten direkt ins ROM einprogrammiert. Um diese permanent gespeicherten Frequenzen aufzurufen, wird die MEMORY RECALL-Taste und dann die Speicherkanalnummer mit einer führenden Null eingegeben, beispielsweise ruft 0 - 1 - MEMORY die Frequenzen der Deutschen Welle, 0 - 2 - 7 - MEMORY die BBC London auf. Zwischen den vierzig Stationen kann mit der MEMORY SCAN-Taste gewechselt werden, aus den verschiedenen für einen Anbieter gespeicherten Frequenzen die beste mit der SEARCH-Taste abgerufen werden. 0 - 1 - 7 - MEMORY ruft die Frequenzen von Radio RSA auf, mit Druck auf die Taste SEARCH können die Frequenzen 5980 / 11900 / 15240 kHz abgerufen werden. Dies funktionierte zumindest vor fünfundzwanzig Jahren problemlos, nachdem nun zahlreiche Kurzwellensender verstummt sind, ist dieses Feature nicht mehr von gleichem Nutzen: beim Versuch Radio RSA oder Radio Berlin International auf 6115 kHz aufzurufen, werden nur noch nostalgische Gefühle wach - kaum zu glauben, 1989 existierte die DDR noch... Es gibt eine undomentierte Option: im "Test Modus", der aufgerufen wird, indem
beim ausgeschalteten Gerät die Tasten 0 - 5 - 0 - 2 - 5 - 1 - STORE gedrückt werden,
zeigt der Satellit die Version (PROF / ITAL / INT) an, ein Druck auf SELECT aktiviert
alle Segmente der LCD-Anzeige, STORE informiert darüber, welche Dioden vorhanden
sind, die Gerätevariante definiert sich aufgrund der vorhandenen Dioden. Zusammenfassend handelt es sich beim Grundig Satellit 500 um einen Reiseempfänger,
der für Flugreisen etwas gross und schwer geraten ist, aber alle Qualitäten eines
guten Kurzwellenempfängers auch für etwas höhere Ansprüche aufweist. Er ist
empfangsstark, dank dem Doppelsuperdesign werden Spiegelfrequenzen und andere
"Geistersignale" zuverlässig unterdrückt. weitere Lektüre: © Martin Bösch 6.9.2008 |
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