|
Grundig, Fürth
Testbericht Yacht Boy 220
|
|
überarbeitet am 11.5.2002 |
Praxistest: Grundig Yacht Boy 220Eine DX Maschine ist er nicht, soll er auch nicht sein. Aber er kann so manches,
was in seiner Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Die rund 55 cm lange Teleskopantenne wird auf der Geräteoberseite abgeklappt. Ein externer Antennenanschluß ist nicht vorhanden, das wäre auch eine Neuheit in dieser Preisklasse, zumal die optimal angepaßte Teleskopantenne den Anforderungen mehr als genügt. Wenn wir noch bei den "Äußerlichkeiten" sind: Ein Kopfhöreranschluß (3,5 mm) und ein Gleichspannungsanschluß (Netzteil) für 4,5 V sind auf der rechten Seite eingebaut. Als Zubehör kann das passende Steckernetzteil NR 30-75 bezogen werden. Wir haben das Gerät während des Testes mit drei Batterien mit je 1,5 V betrieben, aber auch entsprechende Akkus können eingesetzt werden. Wiederum gut gelungen ist übrigens die Bedienungsanleitung: Kurz, ausführlich und doch präzise. Nach dem Einschalten mit dem farblich abgesetzten Schiebeschalter links unten überraschte uns der für die Größe des Lautsprechers wirklich gute Klang. Der Klang läßt sich übrigens gut variieren: Auf der rechten Geräteseite unter dem Tuning-Knopf befindet sich ein Schiebeschalter für die Klangfarben "Sprache", "Linear" und "Tiefenbetonung". Auf UKW sind z.B. der DLF auf 100,3 MHz und Antenne Bayern auf 100,6 ohne Schwierigkeiten klar aufzunehmen. Auf Kurzwelle machten wir den Standardtest mit RTL auf 6090 und Bayerischer Rundfunk auf 6085 kHz. Mit etwas Fingerspitzengefühl sind diese Stationen relativ klar zu trennen, wenn auch die Seitenkanalbeeinflußung nicht zu überhören ist. Eine gute Hilfe ist die Tuning-LED, welche die Feinabstimmung durch entsprechende Anzeige erleichtert. Besonders hervorzuheben ist die gute Empfindlichkeit auf allen neun Kurzwellenbändern, wie auch auf Langwelle. Weniger gut ist die Mittelwelle zu bewerten. Positiv zu vermerken ist, daß auch das 22-m-Band vorhanden ist. Nicht stören sollte die meisten potentiellen Käufer, daß die Stationen, die außerhalb der regulären Bänder senden, nicht empfangen werden können. Elegant gelöst ist die Bandwahl mit einem Wippschalter und einer LED-Anzeige des gewählten Bandes. Eine Besonderheit ist die elektronische Lautstärkeregelung mit einer automatischen Loudness, ebenfalls als Wippschalter ausgeführt. Die Frequenzanzeige ist übrigens nur analog, wobei natürlich ein genaue Ablesung der Frequenz trotz guter Skalierung nicht möglich ist. Eine digitale Frequenzanzeige wäre natürlich viel besser, aber bei dem angedachten Endverbraucherpreis von rund 180 DM wohl derzeit kaum zu realisieren. Insgesamt ist dies ein gelungenes Gerät für die Reise. Nicht stören sollte dabei, daß es aus Kostengründen in Taiwan gebaut wurde, denn die hochintegrierten elektronischen Innereien wurden von Grundig konzipiert. © tte , wwh 5 / 1989 Grundig Yacht Boy 220 KW: 9 Bänder 3,9 - 21,85
MHz Ausgangsleistung: 0,5 W
Spitze Stromversorgung: 3 Batterien mit 1,5 V |