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Hallicrafters
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überarbeitet am 4.5.2008 |
Hallicrafters SX - 42Als würdigen Nachfolger des SX-28, der den technischen Stand von 1939 repräsentiert, brachte Hallicrafters 1947 den SX-42 auf den Markt. Der grossformatige Doppelsuper war das Spitzenmodell der ersten nach dem 2. Weltkrieg entwickelten Empfängergeneration aus dem Hause Hallicrafters. Er ist, entsprechend dem X in der Modellbezeichnung zusätzlich zu den Spulen- auch mit Quarzfiltern bestückt und deckt den grössten Frequenzbereich der zu Beginn der fünfziger Jahre verfügbaren Allwellenempfänger ab. Die Prototypen des SX - 42 waren ursprünglich als 5-Band-Empfänger mit einem Frequenzbereich bis 55 MHz ausgelegt. Als sich dass FCC entschloss, den VHF-FM- Bereich nicht ins 2 m- Band sondern in den Bereich von 88 - 108 MHz zu legen, musste der SX - 42 um einen Frequenzbereich erweitert werden und deckt das Spektrum bis 110 MHz, also mit dem UKW-Rundfunkbereich ab.
Der SX - 42 ist in ein imposantes dunkelgraues Metallgehäuse eingebaut, er misst 50,8 x 26 x 40,6 cm und wiegt 23,6 kg. Wie bei den älteren Hallicrafters- Empfängern üblich, kann der Gehäusedeckel wie eine Motorhaube aufgeklappt werden, um das Innenleben zu betrachten oder die Röhren auszuwechseln... Der SX - 42 ist in der Normalversion für den amerikanischen Markt mit einem 110 V Netztransformer ausgerüstet, gegen Aufpreis hatte Hallicrafters einen Mehrspannungstransformator vorrätig. Am hochohmigen Lautsprecherausgang muss ein Aussenlautsprecher angeschlossen werden, der Originallautsprecher hatte die Bezeichnung R - 42. Eine runde grünliche Frequenzskala, von der der obere Halbkreis sichtbar ist, dominiert die Frontplatte. Die Rundskala wird vom Hauptabstimmknopf angetrieben, sie ist mit Markierungen für die Rundfunk- und Amateurfunkbereiche in den seche Bändern versehen, zusätzlich auch mit einer Logskala, wie sie auch am SX - 28 zu finden ist. Der Hautabstimmknopf ist zusätzlich mit einer 100er-Einteilung versehen, die in einem Fenster abgelesen werden kann, dank der Logskala kann eine einmal gehörte Station später wieder aufgefunden werden. Mit dem inneren Drehknopfteil wird die Bandspreizung betätigt, die Bandspreizskala im kleinen Fenster ist mit Eichmarken für die Amateurfunkbänder und ebenfalls einer 0 - 100 Teilung versehen. Ein Hebel in der Mitte des Hauptabstimmnopfes dient dazu, die Abstimmung zu blockieren. Die sechs Bänder werden mit einem kräftigen Schalter links unterhalb der Skala gewählt. Leider sind die Beschriftungen nur aufder Aussenkante dieses Schalters angebracht, es braucht also einige Erfahrung oder scharfe Augen, um ablesen zu können, welches Band eingeschaltet ist. Der mit dem Netzschalter kombinierte Lautstärkeregler
liegt rechts neben dem Abstimmknopf, oberhalb der Kopfhörerbuchse
liegen drei Schalter die die AVC und den Störbegrenzer
aktivieren und den Empfänger vom Standby- in den
Empfangsbetrieb schalten. Das Hochfrequenzsignal durchläuft nach dem Antenneneingang zunächst zwei HF- Verstärkungsstufen und wird im ersten Mischer im AM-Betrieb auf die ZF von 455 kHz und im FM-Betrieb auf die üblichen 10,7 MHz umgesetzt. Nach Durchlaufen der AM-Spulenfilter resp. alternativ der phasenverschiebbaren Quarzfilter und drei IF- Verstärkerstufen wird das AM-Signal demoduliert. Hier wirkt auch der Noise Limiter, durch Störungen bedingte Signalspitzen des AM-Signals führen zum kurzen Stummschalten des Signals. Im Bereich der Demodulatorstufe wird der vom Beat frequency oscillator generierte Hilfsträger zum CW- und SSB-Empfang zugemischt. Nach einer Audiovorstufe erfährt die Niederfrequenz die endgültige Verstärkung in einer Gegentaktendstufe und wird auf dem Ausgangsübertrager hochohmig an die Lautsprecher- Anschlüsse gegeben. Da mein SX-42 sich noch in restaurationsbedürftigem Zustand befindet, der Röhrensatz muss ersetzt und das Gerät neu abgeglichen werden, kann ich zur Empfangsqualität nur mit Abstrichen Stellung nehmen. Die Empfindlichkeit ist angesichts des Alters des Empfängerkonzepts als gut zu bezeichnen, die Trennschärfe mit den auf der ZF von 455 kHz wirksamen Spulenfiltern reicht allerdings nicht zur Trennung von Stationen im 5 kHz-Raster in einem Rundfunkband aus. Im CW-Betrieb sind die Quarzfilter wirksam, Störer können dank der Phasing-Schaltung ausgeblendet werden, dank den Quarzfiltern ergibt sich hier ein günstigeres Bild. Die Stabilität ist für ein Röhrengerät nach Aufwärmen über 30 - 60 Min. recht gut. Wenn auch dank den Log-Skalen eine Station mit guter Wiederkehrgenauigkeit wiedergefunden werden kann, ist die Ablesung der Frequenz einer unbekannten Station vor allem in den höheren Bändern nicht genügend, ein Eichmarkengeber ist im Gerät nicht integriert, über einen solchen verfügt erst das Nachfolgemodell, der SX-62. Die Klangqualität ist bei Stationen ohne Beeinträchtigung durch Nachbarkanalstationen hervorragend, hier kommt die fast HiFi-taugliche Audiostufe zum Tragen. weitere Lektüre: |
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