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Kenwood / Trio - Kenwood Communications, Tokyo |
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überarbeitet am 10.6.2004 |
QR - 666Nach dem recht verbreiteten Trio - Kenwood 9R59DS brachte Kenwood mit dem QR-666 einen transistorisierten Kurzwellenempfänger mit durchgehendem Frequenzbereich von der Mittelwelle bis 30 MHz auf den Markt, optional wurde auch das FM-UKW-Band abgedeckt.
Beim Kenwood QR-666 handelt es sich um einen volltransistorisierten Allwellenempfänger, der mit 36 x 16,5 x 28 (mit Drehknöpfen 31) cm eher zu den grösseren Tischempfängern gehört, der Kenwood R-1000 ist deutlich kleiner. Die Frequenzeinstellung erfolgt zum einen mit einer Grobabstimmskala, zum andern können auf einer Bandspreizskala Frequenzen in den Amateurfunkbändern präziser eingestellt werden. Die Frontplatte wird von den zwei horizontalen Trommelskalen mit den danebenliegenden
Abstimmknöpfen dominiert. An der Geräterückseite finden sich die Klemmanschlüsse für Langdrahtantennen, ein SO-239 / PL - 50 Ohm-Antenneneingang, die Anschlüsse für die Netzspeisung und für 13,8 V Gleichstrom zum Autobatteriebetrieb. Oben sind einige Abgleichelemente von der Geräterückseite her direkt zugänglich, ähnlich wie beim 9R58DS kann auch die S-Meter-Empfindlichkeit eingstellt werden. An der rechten Geräteschmalseite findet sich bei meinem Gerät ein mit einer Untersetzung versehener grosser Drehknopf, am inneren Metallring die Zahlen 88 - 108, genau - es handelt sich um den UKW-Abstimmknopf und die zugehörige Frequenzskala. Hier hat Kenwood bereits den Sony-Ingenieuren vorgegriffen, die den ICF-6800W ebenfalls mit einem UKW-Tuner mit rudimentärer Skala ausgerüstet haben, so dass man mit dem "Teil" auch eben mal die Mittagsnachrichten auf DRS-1 hören kann. Nun zur Empfangspraxis: Nach dem Einschalten mit dem Netzschalter links unten wird der RF-Gain-Regler voll aufgedreht, dann mit dem AF-Gain auf ein mittelstarkes Rauschen eingestellt. Zum Empfang der Deutschen Welle auf 6075 kHz muss die Betriebsart AM gewählt werden, der Bandbereichschalter aud D stehen und auf der Skala D zwischen die Marken von 6 und 6,1 MHz eingestellt werden. Wenn nun die Nachrichten der DW hörbar werden, kann mit der Feinskala noch optimal abgestimmt werden und ggf. der Antennentrimmer auf Signalmaximum eingestellt werden. Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen kann ich noch wenig zum Empfang schwacher DX-Stationen aussagen, ohne den Eichmarkengeber wird die Frequenzbestimmung einer gehörten Station schwierig, man muss auf eine Hörübersicht zurückgreifen oder die Stationsansage abwarten. Zusammenfassend ist der Kenwood QR-666 als Allwellenempfänger zum Suchempfang auf den Kurzwellenbändern brauchbar und erlaubt den Empfang manch einer exotischen Station, auch Amateurfunker können in CW und SSB gehört werden. Ohne Speichermöglichkeiten und bei nur rudimentärer Möglichkeit der Bestimmung der Frequenz einer empfangenen Station ist zum Einstieg in den Kurzwellenempfang ein Gerät mit digitaler Frequenzanzeige eher zu empfehlen, der Kenwood QR-666 mag eher den Sammler oder Liebhaber analoger Empfangstechnik als ein Entwicklungsschritt auf dem Weg zu modernen Kommunikationsempfängern zu begeistern. © Martin Bösch 10.6.2004
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