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Kenwood / Trio - Kenwood Communications, Tokyo |
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überarbeitet am 10.6.2004 |
R - 1000Als 1979 der Kenwood R - 1000 vorgestellt wurde, brachte er die Fachwelt durch das bis dahin wesentlich teureren (semi)professionellen Kommunikationsmepfängern technische Design zum Staunen. Neben einer elektronischen durch Oktavfilter umschaltbaren Vorselektion verfügte der Empfänger über eine PLL-Syntheseschaltung und somit eine digitale Frequenzaufbereitung und -anzeige. Der Kurzwellenfernempfang wurde mit diesem Empfänger erstmals zum Kinderspiel: Einschalten, Lautstärke einstellen, MHZ wählen, Kilohertz einstellen und hören.
Mit dem Kenwood R-1000 brachte Kenwood auf den Beginn der achziger Jahre erstmals einen mit elektronischer Vorselektion und digitaler PLL-Frequenzaufbereitung ausgerüsteten Kommunikationsempfänger zu einem Preis von um 1000.- DM auf den Markt. Der 30 x 11,5 x 21,8 cm (b x h x t) messende und mit einem kräftigen auch als Aufstellbügel dienenden Tragegriff ausgestattete Empfänger bringt 5,5 kg auf die Waage. Das Gehäuse ist in anthrazitgrau gehalten, durch Lösen von vier Schrauben auf den Geräteseiten lässt sich der Gerätedeckel abnehmen, die Anschlusselemente auf der Rückseite sind etwas nach Innen abgesetzt, weshalb der Empfänger bequem auf vier Kunststoffüssen auf der Geräterückseite hingestellt werden kann, ohne dass die Anschlussbuchsen Schaden nehmen. Die Frontplatte gliedert sich in drei Elemente: Links liegen die Schaltelemente
für Netzteil und Schaltuhrbetrieb, in der Mitte das Anzeigefenster und der
Hauptabstimmknopf und rechts die Bedienelemente zur Empfang. Im Anzeigefenster gibt die grünleuchtende Floureszenzanzeige die Empfangsfrequenz
auf 1 kHz genau an, die Uhrzeige erfolgt im 12h-Format, wobei nach amerikanischem
Muster Vor-/Nachmittag durch die LEDs AM/PM signalisiert werden. Rechts neben
der Frequenzanzeige verfügt der R-1000 über eine Analog-Rundskala, auf welcher
die Empfangsfrequenz auf ca. 5 kHz genau abgelesen werden kann, zum Nacheichen
kann die Skala durch Drehen am Ring hinter dem Abstimmknopf verschoben werden. Der
Drehknopf ist kräftig und mit einer Fingermulde ausgestattet, durch eine Untersetzung
gelingt das Abstimmen auf 1 kHz genau recht gut, da auf eine separate Feinabstimmung
verzichtet wurde, muss bei Abstimmung einer SSB-Station oder ECSS-Empfang der
Abstimmknopf feinfühlig bedient werden. An beiden Enden des 1 MHz-Bandes überlappt
die Frequenz um je ca. 100 kHz, die Frequenz läuft im Gegensatz zum Icom R-70
beim Überschreiten der 1 MHz-Grenze mit, beim Weiterdrehen von 11.995 über die
1000(kHz)-Marke zeigt das Display korrekt 12.005 kHz an. Im rechten Feld findet sich oben der als Doppelpoti ausgeführte kombinierte
Lautstärke- und Klangregler, rechts davon der in Stufen bis -60 db geschaltete
Abschwächer, der im Falle von Überladungen an langen Antennen die Eingangsstufe
schützt, die HF-Verstärkungsregelung erfolgt mittels AGC automatisch und ist
nicht abschaltbar. Auf der Geräterückseite finden sich leicht nach Innen versetzt und somit vor Beschädigung geschützt der auf vier Spannung umschaltbare Netzeingang, eine 13,8 V-Gleichspannungs- Buchse, ein Anschluss für eine externe Steuerung von Tonbandgerät oder zum Muting bei Amateurfunksendebetrieb, der Lautsprecherausgang (zum Gerät wurde der Kenwood SP-100 Lautsprecher empfohlen) und die Antennenanschlüsse, umschaltbar als niederohmiger SO239/PL- und hochohmiger Langdrahtantennen - Klemmenanschluss für separate Kurzwellen- und Mittelwellenantennen. Kaum ein Kommunikationsempfänger war zu der Zeit, als der Kenwood R-1000
in die Läden kam, so einfach zu bedienen, und auch heute liegt der R-1000 in
punkto Bedienbarkeit einfach an der Spitze. Es gibt keine Bandumschaltung, kein
Preselektor, kein Rf-Gain-Regler der verstellt sein kann, keine Frequenzeingabe-
Tastatur die Fehlbedienungen mit Piepsen oder Error-Meldungen quittiert...
Der Empfänger ist empfindlich und verkraftet auch gute Langdrahtantennen,
die Trennschärfe ist zur Trennung von Nachbarkanalstationen mit den üblichen
5 kHz Abstand, vor allem in Stellung AM-wide, nicht genügend. Durch Umstecken
eines Steckverbinders im Geräteinneren einer einer bei http://mods.dk beschriebenen
Modifikation kann das mit 2,7 kHz schmalere SSB- Filter als AM-NARrow und das 6 kHz Filter
als AM-WIDE benutzt werden.
weitere Lektüre:
d: Klein und fein: Kenwood R- 1000, Nils Schiffhauer, KW-Oldie-Empfänger d: Kenwood R-1000, addx-kurier 14 / 1983 d: Kenwood R-1000, Rainer Lichte, Kurzwellenempfänger - Qual der Wahl © Martin Bösch 15.6.2004
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