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Funkstation SE-300 / FL 40 / Fahrbar Leicht 40
Zellweger AG, Uster

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SE-300 / FL 40
 
Empfängerliste

überarbeitet am 30.05.2010

Zellweger, Uster, entwickelte die Fahrbar Leichte Funkstation 40 um 1940, von 1941 bis 1947 kam die Station als FL40 im Protzfahrzeug, dem sogenannten "Gmüeswägeli" zur Truppe.
Die Geräte der Station, Sender und vor allem der Empfänger, der Gleich- und Wechselrichter wurden auch in anderen Funkstationen in unterschiedlichen Konfigurationen eingesetzt, so vor allem in motorisierten Funkstationen.

Funkstation mit Sender & Empfänger,

190 - 715 kHz und 1,5 - 4,5 MHz

CW (A1), Telegraphie tönen (A2), AM (A3)

pout A1 100W / AM 25 W

Empfindlichkeit

Selektivität
 

Generator zum Betrieb mit Benzin- oder Elektromotor, Gleich- & Wechselrichter

Mit dem Ziel der Beschaffung einer kleineren mobilen Funkstation wurde 1938 eine „fahrbar leichte“ Funkstation zur Beschaffung ausgeschrieben, neben Vorschlägen der C. Lorenz AG und von Telefunken Zürich AG reichte auch Zellweger, Uster, einen Vorschlag einer Funkstation, entsprechend dem Pflichtenheft noch in einem Protzfahrzeug untergebracht, ein, welche auf sehr gutes Echo stiess und in einer Parforceleistung bereits 1940/1 in einer ersten Serie zur Truppe kam.
Die neuentwickelten Empfänger und Sender wurden nicht nur als FL40 („sog. Gmüeswägeli“) eingesetzt, sondern elektronisch identisch aber in Kisten verpackt auch als TS40 („Tragbar Schwer“), als Ablösung der Kurz- Lang- Station Telefunken als KL43 (G-Station) und der Empfänger als Standard - Empfänger in den Grossstationen bis zu dessen Ablösung durch den E-627.

Die gesamte Funkstation ist in zwei Einachsanhängern untergebracht, im Apparateanhänger mit angebauter Teleskopantenne Sender und Empfänger und im Maschinenanhänger ein Benzin- und Elektromotor mit dem zur Erzeugung der notwendigen (Anoden-)spannungen notwendigen Generator und weiterem Antennenmaterial.

In der FL40 kam der Empfänger Zellweger E41 zum Einsatz, ein auf Frequenzen unter 12 MHz als Einfachsuper und darüber als Doppelsuper geschalteter mit Batterieröhren bestückter Allwellenempfänger, der Frequenzwechsel erfolgt ähnlich wie beim HRO durch den Wechsel von Steckspulensätzen.

Sender SE-300 Der Sender der FL40 ist in einer noch „trag-baren“ Metallkiste mit seitlichen Klappen zum Lufteinlass und für die Antennenanschlüsse untergebracht.
Der Sender deckt die Langwellenbereiche 190-242 / 242-400 / 400-715 kHz und die Kurzwellenbereiche 1500-2300 / 2300-3300 / 3300-4500 kHz, ein Eichquarz erlaubt es, den Sender auf 4000 kHz zu eichen.
Der Frequenzbereich wird mit dem grossen Bereichsschalter gewählt, eine Blende deckt je nach gewähltem Bereich auf der sektorförmigen mit einem Haarstrich versehenen Skala die nichtbenutzten Skalenteile ab. Die Grobabstimmung in der Mitte der Frontplatte und die Feinabstimmung sind mechanisch miteinander verbunden.
Rechts unten findet sich der Betriebsschalter für die Betriebsarten Telephonie und Telegraphie I und II, zuunterst zwischen den Stromversorgungs- und Mikrophon / Tasten- Anschlüssen der Sende- / Empfangsumschalter und der Leistungsschalter, mit dem sich die Ausgangsleistung von 100 W (A1) resp. 30/25 W (A2/A3) auf 1/2 resp. 1/4 reduzieren lässt.
In den Geräten 1-20 muss die Sende- Empfangsumschaltung bei jeder Betriebsart betätigt werden, in den Geräten ab Nummer 21 erfolgt bei Telephoniebetrieb die Sende- Empfangsumschaltung automatisch beim Drücken der Sprachtaste am Mikrophon.
Oben an der Skala finden sich die Drehschalter für die Antennenankopplung und die Antennenanpassung grob & fein, das Messinstrument kann zur Anzeige von Antennenstrom resp. Anodenspannung und -strom umgeschaltet werden. Auch hier unterscheidet sich die Dimensionierung bei den Stationen 1-20 resp. über 21 geringfügig.

An Antennenmaterial kam bei der FL40 für Kurzwellen ein am Protzwagen befestigter Teleskopmast, ein 7 teiliger gleich langer Steckmast oder alternativ und auch für die Langwelle eine zwischen zwei 10 m Masten gespannte L-Antenne zum Einsatz.

Die Speisung erfolgt über einen Benzinmotor oder einen netzbetriebenen Elektromotor, welche beide an einen Generator angekuppelt werden können, welcher eine 50 V 150 Hz Drehstromspannung bereitstellt. Der Gleichrichter wandelt in die benötigten Anodenspannungen von 1250 und 300 V für den Sender resp. über einen Trockengleichrichter in die Empfängeranodenspannung von 120 V sowie 6 V Heizspannung und Akku - Ladespannung um.
Ein Wechselrichter dient zum Betrieb des Empfängers E41 bei ausgeschaltetem Generator an der Sendestelle resp. beim Fernbetrieb, die notwendige Anodenspannung von 120 V wird von einem angeschlossenen 6 V - Akkumulator bereitgestellt.

Die FL 40 wurde 1961 ausser Dienst gestellt und durch die Zellweger - Station SE-222 ersetzt.

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© 30.05.2010 Martin Bösch