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überarbeitet am 25.8.2007
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B40 C Admiralty Pattern 571403 / 57140C
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Einfachsuper, ZF 500 kHz
Analoganzeige,
AM, CW (SSB)
640 kHz - 30,6 MHz
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Selektivität -6 dB
1 / 3 / 8 kHz
Sensitivität CW <2 uV
Noise Limiter,
1 Fixfrequenz mittels Steckquarz
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Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Murphy einen Kurzwellenempfänger,
der vor allem von der Britischen Marine als Nachfolger / Ersatz für den B28
eingesetzt wurde.
Das ab 1946 entwickelte Gerät mit seinem etwas eigenwilligen Design, die Abstimmskala mit seinen
je nach Wellenband beleuchteten übereinanderliegenden fünf Skalen ähnelt einem
Treppenhaus englischer Villen der dreissiger Jahre oder einem Leuchtturm, wird
auch als "Lighthouse" bezeichnet und ist ein typischer Boatanchor - ein schweres
militärisch eingesetztes Empfangsgerät.
Die Form des schweren Geräts ist mit seinem Hochformat speziell, der Empfänger
ist etwas schmäler als die üblichen 19 Zoll. Zwei kräftige Schrauben halten
Frontplatte und Chassis im schweren Metallgehäuse.
Der Netzeingang ist mit einer zweipoligen für englische Geräte typischen Netzbuchse
mit Schraub - Arretierung nach vorn ausgeführt.
Die Antenneneingänge (ebenfalls in einer ausgefallenen Norm), 600 Ohm Leitungsausgang
und der Schalter dafür (falls kein externer LS angeschlossen ist, muss der Schalter nach
vorn zur Frontklappe gekippt sein!), ein IF - Ausgang und ein per Schraubendreher
bedienbarer Dimmer für die Skalenbeleuchtung, finden sich etwas eingelassen an der hinteren
oberen Gerätekante.
Die Frontplatte gliedert sich in die vorgewölbte Skalensäule mit zwei Paneln mit Bedienelementen
zur Linken und zur Rechten.
Links oben sitzt hinter einem Lautsprechergrill (besser gesagt mehreren Durchbrüchen
und der kräftigen Frontplatte, darunter der Schalter für die automatische Verstärkungsregelung
AGC und der Regler sowie Schalter für den Störbegrenzer. Darunter folgt der Schalter für die ZF-Filter,
der Betriebsartenschalter, der Lautstärke (AF Gain) - Regler ist der kleine Drehknopf
gleich daneben. An Betriebsarten findet sich CAL (Eichmarkengeber zur Kalibrierung der
Skala, die Mechanik zur Verschiebung der Skala findet sich hinter der aufgeklappten
Abdeckung zuoberst an der Skalensäule), R/T zum normalen Empfang, in Stellung TUNE
kann mittels eines Interferenztones genau auf einen Träger abgeglichen werden, die
Stellungen HIGH und LOW dienen zum CW-Empfang mit zwei verschiedenen Tonhöhen. Unter
dem Betriebsartenschalter dann die Kippschalter für den Lautsprecher und Hauptschalter
sowie das Netzeingangskabel, bei manchen Geräten mit Bordspannungszuführung von hinten
ist der Netzeingang mit einer Blende abgedeckt.
In der Mitte findet sich die Säulen - ähnliche Skala, die Frequenzen werden auf
der pro Bandabschnitt zweimal um die Achse rotierenden Trommel abgelesen, das
momentan aktive Band ist beleuchtet, was dem Empfänger den Spitznamen "Leuchtturm" einbrachte.
Hinter der Klappe zuoberst findet sich die Riffelschraube zur Skalenkorrektur,
anhand der Signale des Eichmarkengebers kann die Skala in Stellung CAL auf die
mit + bezeichneten Eichpunkte verschoben werden.
Unter den Skalen eine kleine Logskala zum Wiederfinden bekannter Stationen und
darunter der grosse griffige Abstimmknopf, die Skalenblockierung daneben gleicht
schon fast einem Sportwagen - Schaltknüppel.
Im rechten Panel zuoberst eine Klappe mit einem roten X, welches bei eingeschaltetem
Fixfrequenzbetrieb rot aufleuchtet. Zum Festfrequenzbetrieb können passende
Steckquarze (Empfangsfrequenz - 500 kHz) eingesteckt werden. Der Regler Anti - Cross - Modulation
verändert die Gittervorspannung der ersten HF-Verstärkungsstufe, er steht in
der Regel am rechten Anschlag, darunter der Bandschalter mit einem kleinen
Sichtfenster und zuunterst der HF-Verstärkungsregler (RF Gain) und die Kopfhörerbuchsen.
Die Anordnung der Bedienungselemente dieses vom Aspekt her einmalig
charakteristischen Empfängers ist - gelinde gesagt - gewöhnungsbedürftig.
Zum Betrieb wird links unten mit MAINS das Gerät eingeschaltet, der Lautsprecher
LS sollte ebenfalls mit ON aktiviert sein. Betriebsartenschalter auf R/T, zunächst
einmal das breite 8 kHZ BANDWIDTH Filter gewählt, mit dem Bandschalter auf 3 und dann
kann die Stationssuche im 49 m - Band oberhalb er 6 MHz-Marke losgehen. Der Anti-Crossmod
und der RF-Gain Regler sollten im Uhrzeigersinn auf dem rechten Anschlag stehen und
die Lautstärke wird nun mit dem kleinen Knöpfchen AF Gain (rechts, zwischen Betriebsart und
Bandbreitenschalter - ich hätte von der Grösse her eher vermutet, der reguliere
nur den Pegel des Line out - Ausgangs) eingestellt.
Empfangsmässig liegt der Einfachsuper mit seiner Zwischenfrequenz von 500 kHz
nach meinem Empfinden in der Mittelklasse, aufgrund des Konzepts muss mit
dem Empfang von Spiegelfrequenzen in Form unerwünschter "Geistersignale" gerechnet
werden, die Empfindlichkeit ist gut ausreichend zum Empfang der internationalen
Dienste und auch einiger Amateure in CW. Aufgrund des nicht linearen Frequenzgangs
ist die Suche nach einer bestimmten Station auf einer bekannten Frequenz vor allem
in den höheren Bändern schwierig. Der Empfänger ist sehr solide gebaut und bleibt
bei arretiertem Abstimmknopf recht stabil, obwohl der FSK (RTTY) - Empfang
zumindest mit der Version D vorgesehen war, habe ich mich nicht mit dem
Betrieb an einem Konverter versucht - dass das Signal nicht davonläuft, vertraue
ich lieber auf einen PLL-kontrollierten Empfänger.
Der Murphy B40 ist vor allem auf dem "Continent" ein nicht häufig anzutreffender
sehr charakteristischer Boatanchor, der zum Kurzwellenempfang als Zweitgerät gut
einsetzbar ist, heutzutage aber doch eindeutig ein Sammlergerät. Jedenfalls möchte
ich es nicht auf einer Reise mit mir führen, es sei denn, eingebaut in den Funkraum
eines entsprechenden "Schlachtschiffs".
Das Gerät existiert in fünf Varianten:
Model No. /
Admirality Pattern |
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B40 Prototyp
57140 |
Typenbezeichnung in der Abdeckung oberhalb der Skalen eingraviert
Betriebsarten CAL, R/T, Tune system, CW high/low, listen through
Blockierung des Abstimmknopfs links unterhalb des Abstimmknopfs.
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B40A
57140A |
Typenbezeichnung in der Abdeckung oberhalb der Skalen ins Metall eingegossen.
Betriebsarten CAL, R/T, Tune, CW high/low.
Lautsprecherschalter links unter dem Lautsprechergrill.
Mechanische Anpassungen zur Verbesserung der Servicefreundlichkeit,
Einsatz verbesserter Komponenten.
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B40B
57140B |
Typenschild auf die Abdeckung oberhalb der Skalen geschraubt,
Abstimmmechanismus verbessert, Crystal filter.
AGC Schalter links unterhalb des Lautsprechers, Lautsprecherschalter oberhalb des Hauptschalters.
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B40C
57140C |
Typenschild auf die Abdeckung oberhalb der Skalen geschraubt,
AGC Schalter links unterhalb des Lautsprechers, Lautsprecherschalter oberhalb des Hauptschalters.
HF Eingang modifiziert, um den Einsatz mehrerer Empfänger an einer Antennenanlage
zu ermöglichen.
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B40D
57140D |
Typenschild auf die Abdeckung oberhalb der Skalen genietet,
Betriebsarten CAL, R/T, Tune, FSK narrow CW high/low und FSK wide high/low
Zusätzlicher Regler Oscillator Trim (Oszillatorfeinverstimmung) links unterhalb des
CRYSTAL schalters.
Veränderte Röhrenbestückung (zusätzliche Gleichrichterröhre, Röhren EF9x Serie).
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Es existieren noch eng verwandte Empfänger mit unterschiedlichen Frequenzbereichen:
Model No. /
Admirality Pattern |
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| B41 |
VLF Variante: 15 - 700 kHz
Typenbezeichnung in der Abdeckung oberhalb der Skalen ins Metall eingegossen,
Bezeichnungen auf die Frontplatte aufgedruckt.
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| B41 |
VLF Variante: 15 - 700 kHz
Typenschild auf die Abdeckung oberhalb der Skalen geschraubt,
Bezeichnungen der Bedienelemente als kleine Schilder auf die Frontplatte
geschraubt.
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| 62B |
VLF / HF Allwellen - Variante: 150-1500 kHz, 3,9-30,5 MHz.
Typenschild auf die Abdeckung oberhalb der Skalen geschraubt,
AGC Schalter unterhalb des Lautsprechergrills, Lautsprecherschalter
oberhalb des Netzschalters. |
© Martin Bösch 25.8.2007
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