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National Company Inc., Malden, MA
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überarbeitet am 3.3.2009 |
Als Nachfolger des HRO, der basierend auf dem Urmodell über die Jahrzente verbessert wurde, in seinem Konzept mit Spulenschubladen und dem "Micrometer Dial" aber im wesentlichen unverändert blieb, entwickelte National einen transistorisierten Nachfolger: der HRO-500 kam 1964 auf den Markt. Basierend auf dem Wadley - Loop - Konzept bietet der Empfänger mit seiner mechanischen "Micrometer" - Skala und linearem Frequenzgang eine Frequenzablesegenauigkeit von unter 1 kHz. Obwohl im kommerziellen Segment vermarktet, lässt der Empfänger keines der Hilfsmittel vermissen, die das Maximum aus einem Signal heraus"kitzeln" lassen: der HRO-500 verfügt über ein Notchfilter und Passbandtuning in den 0,5 und 2,5 kHz - Bandbreiten.
Der Empfänger ist in ein 420 x 195 x 325 mm grosses Metallgehäuse eingebaut
und bringt 14,5 kg auf die Waage, ich mag mich noch vage an das Gewicht erinnern,
als ich meinen in Friedrichshafen von der alten Messe zu Fähre schleppen musste... In der Mitte der Frontplatte findet sich der für die frühen National - Empfänger
aus der HRO-Baureihe charakteristische "Micrometer dial": in den Skalenfensterchen
im grossen Drehknopf zeigen kleine Ziffern die Frequenz in 10 kHz - Schritten
an, dazwischen erlauben 1 kHz-Marken mit etwa 5 mm Abstand die Frequenz bis
etwa 300 Hz genau abzulesen. Die MHz-Stelle der Frequenz wird in einem beleuchteten
Skalenfenster darüber angezeigt. In der linken unteren Ecke der Frontplatte findet sich der mit konzentrischen Knöpfen ausgeführte RF-Gain und Lautstärke (Audio) - Regler, zur Rechten neben dem Bandsegmentschalter der Schalter für die AGC und den Abschwächer. Auf der rechten Frontplattenseite, unterhalb des S-Meters, finden sich die Regler für das Quarzfilter mit der Notchfunktion, das sogar mit einem Feintrieb versehen ist, und das Passband - Tuning, mit dem auch das Seitenband ausgewählt wird. Rechts unten finden sich die Drehschalter für die vier ZF-Bandbreiten und der Hauptschalter, der mit dem Betriebsartenschalter AM und SSB gekoppelt ist und auch den Eichmarkengeber aktiviert. Wie bei allen Kurzwellenempfängern, die auf dem Wadley - Prinzip basieren, ist
die Bedienung nicht absolut trivial... Eingeschaltet wird der HRO-500 indem der
Betriebsartenschalter auf AM gestellt wird, der RF-Gain soll am rechten Anschlag
stehen, die AGC eingeschaltet sein, nach vorsichtigem Aufdrehen des Lautstärkereglers
wird im Kopfhörer ein Rauschen hörbar. Mit dem Bandsegmentschalter wird das
entsprechende Band gewählt und mit "Synthesizer Tune" der korrekte 0,5 MHz-Bereich
gewählt, spätestens nun wird das Rauschen stärker und die "Phase Lock" Kontrolllampe
erlischt bei korrekter Einstellung. Mit dem Preselector wird in der Nähe der
entsprechenden MHz-Frequenzmarke das Rauschmaximum eingestellt, erst bei optimal
eingestelltem Preselektor erreicht der Empfänger die maximale Empfindlichkeit resp.
ist überhaupt ein Empfang möglich. Nun kann mit der Hauptabstimmung auf die richtigen
kHz-Stellen der gewünschten Empfangsfrequenz einstellt werden: mit der Anzeige
von 6.0 im der Bereichsskala und zwischen den Marken "60" und "70" ist die Frequenz
6.065 kHz eingestellt, die Stammfrequenz von Radio Schweden... Das HF-Signal durchläuft zunächst ein durch den Bandbereichsschalter geschaltetes
Bandfilter. Empfangsmässig verfügt der HRO-500 über eine ausgezeichnete Empfindlichkeit, dank den Spulenfiltern auf der niedrigen ZF eine gute Trennschärfe und komfortablen Möglichkeiten der Signalnachbearbeitung dank dem Notchfilter und Passbandtuning. Etwas weniger komfortabel ist das gesamte Handling des bald fünfzigjährigen Geräts. Für einen Frequenzwechsel sind beim HRO-500 eine ganze Reihe Handgriffe notwendig, die Bedienung ist nicht mit einem modernen mikroprozessorgesteuerten Empfänger mit direkter Frequenzeingabetastatur zu vergleichen - aber hervorragend empfangsstark bleibt das Sammlerstück.
© Martin Bösch 3.3.2009
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