Radio Pages

National Company Inc., Malden, MA
HRO - 50T

Logo
Reiseempfänger
Portable Empfänger
Stations-Empfänger
Oldie - Empfänger
"Boatanchors"
 
Kurzwellenempfang
 
National
 
HRO
HRO-50T
HRO-500
 
Empfängerliste

überarbeitet am 17.3.2009

Als Nachfolger des in nur geringfügig adaptiertem Design seit Mitte der Dreissigerjahre gebauten HRO entwickelte National zu Beginn der Fünfzigerjahre den HRO-50T: der Empfänger war weiterhin mit den Spuleneinschüben ausgestattet, verfügte über den "Micrometer Dial" als Logskala aber auch über eine mechanisch umschaltbare mit den Spulensätzen aber nicht gekoppelte in Frequenzen geeichte Skala.

Einfachsuper, ZF 455 kHz

Analoganzeige, Analogskalen und "Micrometer dial" als Logskala

AM, CW (BFO)

50 kHz - 30 MHz (mit 9 Spuleneinschüben)

Empfindlichkeit

Selektivität -6 dB

RF-Gain, AGC, Crystal Filter

Der HRO-50T ist ein Einfachsuper, zur Bereichswahl werden wie beim Urahn, dem HRO Spulensätze verwendet, die wie Schubladen in den Empfänger eingeschoben werden. Allerdings verfügt das Gerät über eine in Frequenzen geeichte Vergleichsskala, mit einem Drehknopf kann vom Einschub unabhängig die korrekte Skala eingestellt werden. Da die Spuleneinschübe und die Stellung der Frequenzskalen mechanisch nicht gekoppelt sind, sind Fehlbedienungen möglich.

Das Äussere des Geräts ist HRO - typisch: In der Mitte der Frontplatte werden unten die Spulensätze eingeschoben, darüber findet sich der "Micrometerdial", in den Skalenfensterchen des Abstimmknopfes werden allerdings nur Lokskalenwerte und keine absoluten Frequenzwerte angezeigt. Im länglichen Fenster zuoberst finden sich die mit dem "BAND"-Schalter einstellbaren Frequenzskalen, der Kennbuchstabe der Skala ganz rechts im Skalenfenster muss mit dem Kennbuchstaben auf dem Spuleneinschub übereinstimmen. Kleine Regler rechts und links des Abstimmknopfes dienen zur Einstellung der Tonblende, der Intensität der Skalenbeleichtung, zur Antennenanpassung und aktivieren die AGC.
Im linken Anteil der Frontplatte unterhalb des S-Meters finden sich die Regler für den Noise Limiter, den AF Gain (die NF-Verstärkung, d.h. Lautstärkeregler), den Eichmarkengeber mit 100 kHz und 1 MHz - Eichsignalen und die BFo-Tonhöhe.
Ganz rechts finden sich oben die Regler für das Quarzfilter, der Phasing- und der Bandbreitenregler. Darunter der Schalter für die Anodenspannung (B+), die jeweils zum Wechsel der Spuleneinschübe abgeschaltet werden muss, zuunterst der Regler für den RF Gain (die Hochfrequenzverstärkung) und der Betriebsartenschalter: neben AM und CW kann auch NBFM aktiviert werden, die Schmalband - FM - Betriebsart ist allerdings nur aktiv, wenn die Option NFB-50 aktiviert ist.

Die Frontplatte ist bei dem frühen Allwellenempfänger noch nicht so klar strukturiert, wie bei moderneren Geräten: in der Mitte der Frontplatte findet sich der grosse Abstimmknopf mit dem “Micrometer Dial”, die angezeigten Zahlen entsprechen Logskala-Werten. Die entsprechende Frequenz wird auf der Frequenzeichkurve auf dem unterhalb des Abstimmknopfes eingeschobenen Spulensatz abgelesen.
Manche Spulensätze verfügen über zwei Eichkurven für den gesamten Bereich und den gespreizten Amateurfunkbereich, die anderen für die kommerziellen Geräte sind nur mit einer Eichkurve und mit einer Tabelle zum Eintragen der fixen Arbeitsfrequenzen versehen.
Zu Rechten dient der oberste Drehregler, der in früheren Versionen nur als schwarzer länglicher Knopf mit einem Pfeil ausgeführt ist, zur Regulation der Bandbreite des Quarzfilters; der Drehregler darunter schaltet das Quarzfilter ein und dient zum Ausblenden von Störsignalen (Phasing). Der Schalter darunter dient zum Abschalten der Anodenspannung (B+), wenn das Gerät mit geheizten Röhren Standby betrieben wird und - vor allem ! - zum Wechsel der Spulensätze. Zuunterst findet sich der Regler für die Hochfrequenzverstärkung, für den RF (radio frequency) gain.
Zur Linken findet sich zuoberst das S-Meter, in frühen HRO-Versionen wird es mit einem Druck- in den späten mit einem Kippschalter links unterhalb aktiviert. Als Audio Gain (AF gain) Regler ist der Lautstärkeregler bezeichnet. Der Schalter gleich darunter schaltet, wenn er rechts steht, die automatische Verstärkungsregelung (AGC) ab. Zuunterst findet sich der Schalter für den BFO, den Überlagerer zum Telegraphieempfang.

Technisch handelt es sich beim HRO um einen Supherhet mit zwei HF-Vorstufen: Das Antennensignal wird nach einem ersten abgestimmten Kreis der ersten HF-Verstärkerstufe (6BA6) und nach Durchlaufen eines zweiten abgestimmten Kreises der zweiten HF-Verstärkerstufe (6BA6) zugeführt. Nach Mischung mit einem Oszillatorsignal (6C4) in der Mischstufe (6BE6) entsteht die Zwischenfrequenz von 455 kHz.
Die Zwischenfrequenz passiert nun das Lamb- resp. Quarzfilter, hier kann die Bandbreite geregelt und mittels Phasing bereits ein Störsignal unterdrückt werden, bevor das ZF-Signal in zwei ZF-Stufen (6K7; 6K7) verstärkt und der 6H6 als Demodulatorröhre zugeführt, diese wirkt auch als AVC-Verstärker. Nach einer NF-Vorstufe 6SJ7 folgt die NF-Endstufe mit zwei 6V6GT.
Zum A1 / CW-Empfang wird hier das Signal des Beat Frequency Oscillators (6J7) eingespiesen. Im Noise Limiter wirkt eine 6H6, als S-Meterverstärker eine 6SN7GT.
Im Gegensatz zum klassischen HRo ist hier das Netzteil mit einer 5V4G als Gleichrichterröhre und einem Stabilisator 0B2 im Gerät integriert. Ein Zerhacker zum 6V-Betrieb war als 650S separat lieferbar. Ebenso gehörten der Eichmarkengeber XCU und der FM- Produktdetektor NFM-50 nicht zum Lieferumfang des Originalgeräts.

weitere Lektüre:
e: Instruction Manual for the National Model HRO-50

© Martin Bösch 17.3.2009