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Nordmende, Bremen
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überarbeitet am 17.6.2010 |
Zeitgleich zum "Globetrotter TN6001" brachte Nordmende in den Jahren 69/70 einen Doppelsuperempfänger mit Bandspreizung in den Amateurfunk- und den wichtigsten Rundfunkbändern heraus.
Beim Nordmende Globetrotter Amateur handelt es sich um einen Doppelsuperhet, der neben dem Lang- und Mittelwellenband, einem Tropenbandbereich von 1,6 - 3,6 MHz und dem UKW-Bereich über 11 gespreizte Amateurfunk- und Kurzwellen- Rundfunkbänder verfügt. Das Gerät verfügt über eine Analoganzeige, die Bandspreizskala mit Frequenzmarken versehen, so dass die gewünschte Empfangsfrequenz einfacher abzulesen resp. einzustellen ist.
Der Globetrotter Amateur ist ein 31 x 21 x 10,5 cm messender Kofferempfänger. Auf der Frontplatte finden sich links unterhalb der Teleskopantenne
der mit dem Einschalter kombinierte Lautstärkerregler und die Drehregler für Höhen
und Bässe, auf Knopfdruck wird die Skalenbeleuchtung aktiviert resp. im Instrument
die Batteriestärke angezeigt. An der Unterseite findet sich das Fach für 5 UM-1 Batterien, über ein Anschlussfeld an der rechten Schmalseite des Geräts kann ein 7,5 V-Netzteil angeschlossen werden. Im Gegensatz zu den älteren "Globetrotter"-Modellen verfügt der Globetrotter Amateur über ein umschaltbares 110/220 V - Netzteil, das Netzkanel wird ebenfalls am Anschlussfeld eingesteckt. Hier finden sich auch eine externe Antennen- / Erdbuchse und eine DIN-Audiobuchse. Der praktische Betrieb ist unkompliziert: am Lautstärkeregler einschalten, mit der Taste BANDS die gespreizten KW-Bereiche anwählen, mit dem inneren Knebel des unteren Knopfes drehen, bis der Bereich des 49m-Bandes im Skalenfenster des Trommeltuners sichtbar wird, um dann an entsprechender Stelle zwischen den 6,0 und 6,1 (MHz) Markierungen die deutsche Welle auf 6075 kHz zu lokalisieren. Der Doppelsuperempfänger Globetrotter Amateur war bei seinem Erscheinen Ende der sechziger Jahre ein "state of the art" Reiseempfänger - heute beurteile ich ihn als Liebhaber- oder Sammlergerät. Neben lokalen UKW-Programmen kann auch einmal ein Fussballspiel auf der Mittelwelle verfolgt werden, die stärkeren Signale der internationalen Auslandsdienste innerhalb der Kurzwellenbänder kommen problemlos herein, allerdings sollte ein Reiseempfänger heute über eine digitale Frequenzanzeige verfügen. Den Dx-Empfang von schwachen Signalen oder den CW- und Funkfernschreibempfang in den Amateurfunkbereichen sollte man besser entsprechenden semiprofessionellen Geräten überlassen. © Martin Bösch 17.6.2010 |
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