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Panasonic /
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überarbeitet am 21.7.2007 |
DR - 28 / RF - 2800 LBSWas im europäischen Markt Grundig mit seinen
Weltempfängern im Kofferradioformat geleistet hat, das
leistete die japanische Firma Matsushita mit ihren unter
der Markenbezeichnung National Panasonic vertriebenen
Weltempfänger. Diese und auch die Weltempfänger des
Hauptkonkurrenten Sony trugen mit ihrem guten Preisleistungsverhältnis zur
Verbreitung des Kurzwellenempfangs bei, dank dem erstmals
erschwinglichen Einsatz eines Frequenzzählers wurde eine
genaue Frequenzablesung und -einstellung möglich.
Der DR-28 / RF-2800 ist mit 38 x 25 x 12 cm und einem Gewicht
von 3,6 kg noch eben portabel, zwei Handgriffe resp.
Schutzbügel an den Seiten schützen die Gerätefront,
wenn der Empfänger auf der Ferienreise unter den
Flugzeugsitz geschoben werden muss... Der DR-28 kann
alternativ mit 110/220 V Netzstrom oder mit 6
UM1-Batterien betrieben werden. Hochfrequenzmässig durchläuft das Eingangssignal nach einer Verstärkerstufe & RF-Gain-Regelung den ersten Mischer. Nach Umsetzung auf die zweite ZF und den ZF-Filtern gelangt das Signal auf die AM-Detektorstufe, hier wird zum SSB/CW- Empfang der im Gerät generierte Hilfsträger zugemischt. Nach der Klangregelstufe und dem Endverstärker sollte es nun aus dem Lautsprecher tönen. Die Oszillatorfrequenz wird in der ersten Mischstufe ausgekoppelt und dem Frequenzzählerbaustein zugeführt. Im praktischen Einsatz vermag der DR-28 als einfacher
aber DX-tauglicher Weltempfänger mit gutem Klang zu
überzeugen. Beim DR-28 mit seinem breitbandigen
Eingang ist die Grosssignalfestigkeit ungenügend, so
dass es zu Übersteuerungserscheinungen und Auftreten von
"Geisterstationen" / Mischprodukten kommen
kann. Vor allem, wenn eine externe Langdrahtantenne
angeschlossen wird, muss das Signal mit dem RF-Gain
kräftig abgeschwächt werden, bis das ohnehin zur
Übertreibung neigende S-Meter zwischen 8 und maximal 10
anzeigt. Dank dem zuschaltbaren Preselektor im Modell
RF-2900 verringert sich bei diesem Emfänger die Gefahr
der Übersteuerung etwas, aber auch der DR-29 mit
Preselektor kommt nicht mit richtig langen
Langdrahtantennen zurecht, mehr als 5 - 7 Meter Draht
sollte man ihm nicht zumuten. Die Empfindlichkeit ist
recht gut, die Trennschärfe in gedrängten
Bandabschnitten nur mit dem schmalen ZF-Filter
ausreichend. Das breite ZF-Filter mit seinen sehr breiten
Flanken ist nur auf Frequenzen mit freien 5
kHz-Nachbarkanälen einzusetzen. Der Empfänger neigt
nach dem Einschalten wie auch im Betrieb zu einer
erheblichen langsamen Drift. Indem sich die Frequenz in
einer Stunde um bis zu 4 kHz und sogar bei Anfassen der
Stabantenne verschieben kann, ist der
Einseitenbandempfang erschwert, der ECSS-Empfang, bei dem
AM-Signalen im SSB-Modus geräteintern ein Hilfsträger
zugemischt wird, ist mit dem DR-28 nicht sinnvoll. Die
angezeigte Empfangsfrequenz kann ebenfalls eine geringe
Differenz zur real empfangenen aufweisen, nach eine
Frequenzansage muss deshalb mit dem Calib-Regler auf
Signalmaximum nachgestellt werden. Im integrierten UKW-
Bereich mit der hohen Auflösung der Frequenzanzeige
macht der DR-28 eine für japanische Empfänger gute
Figur.
weitere Lektüre: © Martin Bösch 25.7.1999
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