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überarbeitet am 6.10.2004
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Drake R - 7 / R - 7 A
Im Jahre 1979 stellte Drake die Urversion des R-7 vor, zunächst als
als Empfänger mit Analoganzeige für die Amateurfunkbänder geplant. Schon
bald gehörte die Digitalanzeige zur Standardausstattung, mit Anzahl der
standardmässig integrierten Optionen stieg auch der Listenpreis von 1295
US$ auf 1800 US$ an:
- DR - 7: Frequenzzähler mit Digitalanzeige und Ausweitung des Empfangsbereichs
durchgehend von 0,5 - 30 MHz
- AUX - 7: Zusatzboard erlaubt die Wahl von 8 zusätzlichen 500
MHz-Bereichen mit dem AUX-Schalter, für jeden Bereich wurde mittels Dioden auf einem
RRM - 7 Frequenzbereichsmodul der entsprechende Bereich festgelegt
- Filter - Board: neben dem 2,3 kHz-Filter in der Standardausstattung
konnten auf einem Zusatz- ZF-Filterboard weitere Filter installiert werden,
empfohlen waren 6 oder 4 kHz für AM, 1,8 MHz für SSB, 500 / 300 Hz für CW.
- NB - 7A: Noise Blanker, der Störaustaster
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- RV - 75: ein externer VFO, ein Zusatzabstimmungknopf, erlaubt den raschen
Wechsel zwischen zwei Frequenzen
- MS - 7: der externe Lautsprecher
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Dreifachsuper, ZF 48,05 MHz, 5,645 MHz, 50 kHz
Digitalanzeige 100 Hz
AM, USB, LSB
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Empfindlichkeit 5 MHz
AM <2 uV, SSB <0,5 uV für 10 dB S+N/N
Selektivität
-6/-60 dB 0,5/1,5 kHz, 1,8/3,6 kHz, 2,3/4,4
kHz, 4/8 kHz
RF-Gain, Vorverstärker, Abschwächer, AGC 3x, PBT, opt. NB, Notch
Antennenumschaltung
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Die anthrazitfarben - schwarze Frontplatte des 34 x 12+1 x 31,5 cm
grossen Stationsempfängers wird dominiert von blau hintergrundbeleuchteten
Skalenelementen.
Oberhalb der quer verlaufenden Zierleiste sind die Anzeigeelemente positioniert.
Ganz links das blau beleuchtete in S-Stufen geeichte S-Meter, daneben die
Anzeigelampen für RIT und Fixfrequenzoperationen. Neben den UP- / DOWN-Tasten
zur Bereichswahl der 0,5 MHz-Bereiche die rote LED-Frequenzanzeige,
die Empfangsfrequenz wird auf 100 Hz genau angegeben.
Unter der Zierleiste ganz links der Bereichsschalter zur Vorselektion, jeweils nur
der zwischen zwei orangefarbenen Ziffern liegende Bereich des Kurzwellenspektrums
wird durch den Bandpass geleitet. Rechts davon in zwei Drucktastenreihen die
Bedienungselemente für die verschiedenen Sonderfunktionen, darunter der
Schalter für bis 8 Zusatzfrequenzbereiche, der Bandbreitenschalter mit 5 Positionen,
und ein Doppelregler. Mit dem äusseren Ring wird die Filter-Durchlasskurve
im Sinnes das Passbandtuning verschoben und somit auch das Seitenband beim SSB-Empfang
gewählt, mit dem inneren Knopf die auf Knopfdruck RIT (Receiver Incremental Tuning) eingeschaltete
Frequenzfeinverstimmung eingestellt, allerdings lässt auch der gut untersetzte
Hauptabstimmknopf eine genaue Abstimmung bei einigermassen ruhiger Hand problemlos zu,
die RIT wird vielleicht einmal bei RTTY-Empfang eingesetzt.
Rechts daneben liegt der grosse mit einer Griffmulde versehene Hautabstimmknopf, in einer
sektorförmigen blau hintergrundbeleuchteten Skala kann auf zwei transparenten
Plastikscheiben die Empfangsfrequenz auf 5 kHz genau abgelesen werden, für die 1 kHz-
Stelle gibt's Markierungen auf einem Metallring des Abstimmknopfs, ähnlich wie beim
Drake R-4. In der Regel (ausser vielleicht bei direkter Sonneneinstrahlung)
wird die Frequenz wohl meist auf dem über dem Abstimmknopf liegenden roten LED-
Display abgelesen.
Rechts vom Abstimmknopf und der Frequenzskala findet sich als Besonderheit des Drake R-7
ein Antennenumschalter: Signale von zwei Aussenantennen auf zwei unterschiedliche
Empfänger umschalten, der R-7 ist somit prädisponiert zur Durchführung von
Empfängervergleichen. Darunter liegt des Regler des Notchfilters und ganz unten rechts
der als Doppelpoti ausgeführte RF/AF-Gain-Regler. Die HF-Verstärkung kann mit dem
RF-Gain bei Überladungserscheinungen bei hohen Antenneneingangsspannungen herabgeregelt
werden, der Einschalter ist mit dem dem inneren Knopf, dem als AF-Gain bezeichneten
Lautstärkeregler kombiniert.
Zum praktischen Empfang wird eine externe Antenne mittels Chinch-Stecker
an die MAIN Antennenbuchse angeschlossen und der Antennenwahlschalter im rechten
oberen Bereich der Frontplatte auf die zweite (MAIN/Alt) oder dritte Position gestellt.
Nach Einschalten mit dem Lautstärkeregler/AF-Gain Regler sollte man sich vergewissern,
dass der RF-Gain-Regler voll aufgedreht ist, ansonsten wird das Empfangssignal abgeschwächt.
Wie im Handbuch beschrieben, sollte neben der AM-Taste keine der 12 Funktionstasten eingedrückt sein,
der AUX-PROGRAM Wähler auf OFF stehen und mit SELECTIVITY ein Filter von 2,3 (in der Regel bestückt)
oder 4 MHz zum AM-Empfang gewählt werden. Um den österreichischen Rundfunk auf
6155 kHz zu hören wird nun der BAND (Vorselektions-) Schalter auf 5 (6,155 liegt zwischen
4,5 und 7 MHz) eingestellt, mit den UP/DOWN-Tasten der Bereich 6000 - 6500 kHz
gewählt und mit dem Abstimmknopf auf 6155,0 kHz eingestellt. Zum Einseitenbandempfang
wird von AM aus SSB/CW umgeschaltet und mit dem PBT-Regler das entsprechende Seitenband
gewählt, die Standardeinstellung ist für LSB und USB jeweils mit einem Punkt bezeichnet.
Die Empfangseigenschaften des Drake R-7 waren zum Zeitpunkt seines Erscheinend hervorragend
und können auch heute noch problemlos mit denen moderner Stationsempfänger mithalten,
die Grosssignalfestigkeit ist gut, vor allem mit voller Filterbestückung kann
von CW bis zum AM-Empfang fast jedes Signal gut aufbereitet werden, ohne dass eine
digitale DSP-Schaltung am Signal herumwerkelt. Die Frequenzstabilität nach dem
Aufwärmen ist gut, allerdings nicht hundertprozentig wie bei den modernen PLL-Designs.
Im Gegensatz zu den neueren NRD-Empfängern, Drakes R-8 oder dem mit Fernbedienung versehenen
AOR 7030 ist das Vergleichen mehrerer Parallelfrequenzen in verschiedenen
Kurzwellenbändern nicht ganz so rasch und einfach wie bei direkter Frequenzeingabe
über ein Tastenfeld zu bewerkstelligen, allerdings ist die Zahl der Kurzwellenstationen,
die Ausstrahlungen auf 5 - 8 Parallelfrequenzen anbieten, in den letzten zehn Jahren
ohnehin auf eine Handvoll zurückgegangen. Zum Suchempfang in einem Band in einem
Band lässt der Drake R-7 mit den Möglichkeiten der Signaloptimierung mittels
Passbandtuning und Notchfilter, Anpassung der AGC-Konstante und falls vorhanden
einer schönen Filterauswahl nur wenig Wünsche offen.
Ein gelegentlich offener Wunsch könnte sein, einen gebrauchten R-7 / R-7A zu erwerben,
Geräte werden auf dem Gebrauchtmarkt, auf Amateurfunkmessen und auch bei ebay selten angeboten.
weitere Lektüre:
d: Drake R-7 Testbericht © Horst Marx, Rudi Waurich, addx kurier
e: THE DRAKE R7 COMMUNICATIONS RECEIVER REVISITED, Jerry Strawman, fine
tuning Proceedings 1988
e: THE DRAKE R-7 / R-7A RECEIVER: An Outline of Major Features,
Modifications and Accessories, David Clark, Jon Williams, fine tuning Proceedings 1988
© Martin Bösch 14.8.2003
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