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RFT VEB Funkwerk Köpenick,
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überarbeitet am 8.7.2002 |
Der Einheits - Verkehrsempfänger EKV wurde vor allem von ostdeutschen Nachrichtendienst- und Regierungsstellen eingesetzt und wurde zu Beginn der siebziger Jahre in verschiedenen Modellen und Konfigurationen vom VEB Funkwerk Köpenick hergestellt. Das Gerät war volltransistorisiert und entsprach mit mechanischen ZF-Filtern, ISB-Demodulator und Diversity-Zusatz und dem FSK- Demodulator dem damalig neuesten Stand der Kommunikationstechnik. Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten kamen zahlreiche Geräte auf den Gebrauchtgerätemarkt.
zum Einheits - Verkehrsempfänger EKV - 13, im folgenden werde ich nur auf das Empfänger- Grundgerät
Der EKV der Modellreihe 10 - 15 ist in ein 53 x 41,5 x 41 cm grosses mit seitlichen Tragegriffen versehenes graues Metallgehäuse eingepasst, oberhalb des Grundgerätes finden je nach Typ zusätzliche Einschübe (Diversity, ISB- Demodulator) Platz. Bei der Modellreihe EKV 01 - 03 ist nur das Grundgerät mit unterschiedlicher Filterausstattung und Abdeckung des Langwellen- Bereiches ins Gehäuse eingebaut, welches dann etwas weniger voluminös ausfällt. Das Gerät kann mit 110/127 und 220 V Wechselstrom oder 24 Volt Gleichstrom (von einer Fahrzeugbatterie) betrieben werden. Auf der Frontplatte des Grundgerätes finden sich oben
rechts die Schalter für Netzbetrieb, den Quartzofen der
zur Verbesserung der Frequenzstabilität dauernd
eingeschaltet bleiben kann und Batteriebetrieb. Darunter
sind die Sicherungen zugänglich. Mit dem daneben liegenden Knebelschalter kann aus der
je nach Gerätetyp unterschiedlichen Auswahl von CW, SSB
und AM - Filtern das passende ZF-Filter geschaltet werden,
die mechanischen Filter zeichnen sich durch ihre
Steilflankigkeit aus. Der rechts daneben liegende
Schalter dient zur Feineinstellung des geräteintern
generierten Hilfsträgers zum SSB-Empfang, der folgende
zweite kräftige Knebelschalter zur Betriebsartenwahl.
Reihum kann vom A1 (CW, Morseempfang), A2,3 (AM-Empfang
mit manueller HF-Regelung, rascher und langsamer AGC), A3J/A3A
(SSB-Empfang mit unterdrücktem resp. reduziertem Träger,
jeweils manuelle und rasche resp. langsame AGC-Regelung),
A3J/A3A mit zusätzlich beschnittenem NF-Frequenzgang 1,85
kHz und F4 (Fax-Graustufenempfang) umgeschaltet werden, d.h.
sowohl Betriebsart AM/ SSB/ CW wie auch die AGC werden
mit diesem Schalter eingestellt. Weiter rechts folgt das
Anzeigeinstrument, das mit einem darunter liegenden
Schalter nicht nur zur Anzeige der HF- und NF-Signalstärke
sondern auch zur Kontrolle der Versorgungsspannungen und
von weiteren Referenzspannungen eingesetzt werden kann. Im praktischen Einsatz ist der Empfänger nicht ganz
problemlos zu bedienen, resp. problemlos kann der Empfang
durch eine Fehlbedienung verunmöglicht werden. Durch
Druck auf die gelborange Netztaste wird der Empfänger
eingeschaltet, bei herausgezogenem Lautstärkeregler
sollte jetzt ein Rauschen hörbar werden. Zum AM-Empfang
sollt der ZF-Filterschalter in der oberen Mittelstellung
auf +/- 3000 Hz und der Betriebsartenschalter auf A2,3
Automatik 0,2 (Sekunden Abfallzeit) stehen. Der
Preselektor wird zunächst in der Stellung 1,6 - 30
umgangen, die HF-Verstärkungsregler gehören
abgeschaltet resp. in Linksanschlag. Nach Einstellen der
Empfangsfrequenz 06 (MHz) mit dem ersten und 1 (100 kHz)
mit dem zweiten Drehschalter wird mit dem grossen
Abstimmknopf auf 55,0 gekurbelt, es sollte jetzt Radio
Oesterreich International aus Wien auf 6155 kHz hörbar
werden. In Stellung UZF zeigt das
Messinstrument als S-Meter die Feldstärke an. Ist noch
nichts hörbar, muss oben am ersten Einschub
sichergestellt sein, dass der Telephonie- Demodulator TFA
und die Antenne 1 gewählt und das Eingangssignal hinten
dem richtigen Antenneneingang zugeführt worden ist. weitere Lektüre: © Martin Bösch
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