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Sony Corporation,
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überarbeitet am 10.6.2005 |
Sony CRF - 1Der CRF-1 wurde 1981 als Nachfolger der grossen Sony - Portables CRF-320 / CRF-330K auf den Markt gebracht, auch in dieses Gerät hatte Sony eine enorme Entwicklungszeit investiert, wenig später überrollte die technische Entwicklung diese Innovationen. Dennoch sollte der CRF-1 lange der technisch vollendetste echt portable Empfänger bleiben. Die portablen Geräte von Panasonic stellte er in den Empfangsqualitäten ebenso in den Schatten wie die Grundig Satelliten, ich möchte ihn am ehesten noch mit dem viel später erschienen SW-8 von Drake vergleichen. Beiden Geräten ist zudem eigen, dass sie in der Schweiz überteuert auf den Markt gebracht wurden und hier viel seltener als in den USA sind.
Beim Sony CRF-1 handelt es sich um einen portablen Spitzenempfänger, der vom
Format resp. Aussehen her eher an einen Stationsempfänger erinnert, wären da
nicht der Tragegriff und die mächtige Teleskopantenne. Zum Betrieb kann der
Empfänger auf dem schräggekippten Tragebügel aufgestellt werden. Über die ganze Frontplatte läuft eine Grobskala, welche ähnlich wie beim Philips D-2999 dem Hörer sofort aufzeigt, an welcher Stelle des Kurzwellenbereichs er sich befindet. Kleine Marken bezeichnen die Kurzwellenrundfunk- und Amateurfunkbereiche. Rechts schliesst sich direkt das kleine korrekt in S-Stufen bezeichnete Feldstärke- Messinstrument an. Ganz links findet sich der Hauptschalter, ergonomisch gleich daneben das Doppel-
Poti zur Lautstärke- und HF-Verstärkungsregelung. Rechts davon, nahezu in der
Mitte der Frontplatte findet sich die LED-Frequenzanzeige, die die Frequenz auf
100 Hz genau anzeigt. Leider ist die Anzeigehelligkeit recht bescheiden ausgefallen,
bei Betrieb im Freien ist die dunkelrote LED-Anzeige ausgesprochen schwer anzulesen. Rechts neben dem Abstimmknopf unterhalb des S-Meters findet sich der nicht minder wichtige Preselector - Knopf. In den Bereichen 150 kHz - 400 kHz / 400 kHz - 4 MHz / 4 - 30 MHz muss auf Signalmaximum abgestimmt werden, die Skala vermittelt nur einen ungefähren Eindruck, an welcher Stelle das Signalmaximum gesucht werden muss. Da sind die Preselectorskalen anderer Geräte, nicht zuletzt des ICF-6700 W / 6800 W doch wesentlich brauchbarer ausgeführt. Mit einem Schalter unter dem Drehknopf kann der Preselector bei unproblematischen Grosssignalverhältnissen abgeschaltet werden, was rasche Frequenzwechsel vereinfacht. Gleich daneben findet sich noch der Schalter für den Noise Blanker. Zuletzt finden sich unten unter dem Frequenzdisplay Drucktasten zur Aktivierung der Skalenlampe, zur Batteriespannungsprüfung und zur Aktivierung der Frequenzanzeige, daneben die Betriebsartentasten für AM - wide (10 kHz) / AM - narrow (4,4 kHz) / USB / LSB / CW (3 kHz). Auf der Geräterückseite neben den Klinkenbuchsen für Record out, Schaltuhrbetrien und Muting die Schraubklemmen für Antenne und Erde und ein in BNC-Norm ausgeführter Antennenanschluss. Mit einem Drehschalter auf der Oberseite des Empfängers kann die Aussenantenne oder die eingebaute Teleskopantenne aktiviert werden, für beide Antennenformen besteht jeweils die Möglichkeit einen 20 dB-Abschwächer zuzuschalten. Technisch passiert ein auf den Aussenantennenanschluss gegebenes Signal zunächst eines der acht elektronisch geschalteten Oktav-Bandpassfilter, dann wird der in drei Bereiche unterteilte Preselector in den Signalweg geschaltet. Im ersten Mischer wird auf die hohe erste Zwischenfrequenz von 55,845 MHz umgesetzt, zwischen den 100 kHz-Punkten kann mit einem VFO innerhalb des 100 KHZ-Bereichs abgestimmt werden, mit dem VFO-Signal wird auf die zweite ZF von üblichen 455 kHz umgesetzt. Nach Durchlaufen der keramischen ZF-Filter und ZF-Verstärkerstufen gehts im AM-Betrieb zu einer Diode, im SSB-Betrieb arbeitet ein Produktdetektor. Im praktischen Betrieb leistete das Gerät zu Beginn der achziger Jahre hervorragendes
und kann heute noch mit manch einem Stationsempfänger konkurrieren. Wer nicht unbedingt
auf Portabilität angewiesen ist resp. auch in den Ferien über einen Netzanschluss
verfügt (in unserer Alphütte gibt's nur für den CRF-1 geeigneten 12 Volt-Gleichstrom
aus der Solaranlage), fährt angesichts der hohen Liebhaberpreise für den im
deutschen Sprachgebiet seltenen CRF-1 mit einem Stationsempfänger aus der gehobenen
Klasse deutlich besser und wohl kaum teurer. Verzichtet werden muss beim CRF-1
auf Luxus wie Stationsspeicher (sind doch manchmal zur Abklappern nach aktiven
Brasilianern oder Australiern ganz praktisch), aber auch auf Passbandtuning und
Notchfilter, mit denen sich bei den JRC- oder Drake-Empfängern manch kritische
Empfangssituationen entschärfen lassen. weitere Lektüre: © Martin Bösch, 17.8.2005 |
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