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Siemens Elektrogeräte GmbH, MünchenE 311 a |
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überarbeitet am 20.7.2002 |
Der Siemens E311 kam parallel zum E310 zu Beginn der sechziger Jahre als Alternative zu den Kommunikationsempfängern von Collins und Rohde & Schwarz und wurde vor allem in Deutschland häufig im kommerziellen Funkdienst eingesetzt, auch bei der Schweizer Armee stand das Gerät im Einsatz.
Mit seinem grauen Stahlblechgehäuse von 47,5 x 29,5 x 39 cm und dem
Gewicht von lediglich 25 kg gehört der E 311 von Siemens
eher zu den kleineren Geräten aus der Gilde der
professionellen Allwellenempfänger. Sämtliche
Anschlüsse sind auf der Gerätefrontplatte
herausgeführt, so auch das Netzkabel für die 110 - 220
V Stromversorgung. Die 16 Röhren im Empfänger
verbrauchen 70 W Leistung, hinzu kommen 30 Watt für den
Quarzofen.
Je nach Stellung des an der rechten Frontplattenseite befindlichen
Bereichsschalters wird in der sektorförmigen
Hauptfrequenzskala ein anderes Segment mit Marken alle
100 kHz sichtbar, ein mechanisch- digitales Zählwerk
darunter gibt die 1 kHz-Stelle aus und erlaubt mit
Zehntelstrichen eine Ablesung auf 100 Hz genau. Links der
Frequenzskala findet sich der Hauptabstimmknopf, mit dem
auf den nächsten unterhalb der Empfangsfrequenz
liegenden 100 kHz- Punkt abgestimmt wird, wenn dieser
erreich ist, signalisiert eine Kontrollampe oberhalb der
Skala das Einrasten. Nun wird mit der rechts liegenden
Feinabstimmung die kHz-Stelle eingestellt. Das von der Antennenbuchse kommende Signal durchläuft nach dem Preselektor und einer Verstärkerstufe eine Bandfilterstufe, wird im ersten Mischer auf die ZF von 1,3 - 1,4 MHz umgesetzt und durchläuft nochmals ein ZF-Bandfilter. Im zweiten Mischer erfolgt die Umsetzung auf 370 kHz, nach einem weiteren 7 kHz- Bandfilter mit einer Oszillatorfrequenz von 400 resp. 340 kHz gemischt ergibt sich im dritten Mischer die letzte ZF von 30 kHz. Hier wird durch Passage durch ein 30 - 33,5 MHz - Bandfilter das 3,5 kHz breite Signal zum SSB- Empfang gewonnen. Nach Diodendemodulation für AM resp. Zusatz eines 31 MHz-Signals zum CW-Empfang (ergibt den 1 kHz- CW-Ton) und einem 30 kHz- Tiefpass wird die NF noch am mit antiparallelen Dioden ausgeführten Störbegrenzer zur NF-Verstärkerstufe geleitet. Eine Rauschunterdrückung ist NF-mässig schaltbar. Die Oszillatorfrequenz von 2,9 - 31,4 MHz zur Umsetzung auf die erste ZF kann zum einen mit der Hauptabstimmung im freilaufenden Betrieb frei eingestellt werden, unter Zuhilfenahme von 100 kHz- Oberwellen eines Quarzes als Steuerspannung für ein Magnetvariometer kann in einen gerasteten Betrieb geschaltetet werden, indem der Oszillator beim Durchstimmen alle 100 kHz (2,9 MHz, 3,0 MHz, 3,1 MHz bis 31,4 MHz) einrastet, mit dem Interpolator genannten über 100 kHz linear laufenden zweiten VFO erfolgt dann die Abstimmung der entsprechenden kHz-Stellen der Empfangsfrequenz.
Der Suchempfang in einem Band wird durch den kleinen
Bereich der Feinabstimmung - ähnlich wie beim Siemens E
310 - erschwert, beim Wechsel von 6099 auf 6101 kHz muss
einmal von "99" auf "01" hinunter
gekurbelt werden. Zum Suchempfang kann der Oszillator
auch auf freilaufend umgeschaltet werden, mit Marken alle
100 kHz kann mit der Grobabstimmung eine Frequenz grob
geschätzt werden. Auch diese Methode ist mindestens so
genau wie bei zahlreichen anderen "Kurzwellenradios" der sechziger Jahre... Mit einem gebrauchten E 311 lassen sich schöne DX-Erfolge im Empfang von Rundfunk- und Afu-Stationen erzielen, auch dank der Unterstützung durch die guten SSB- Eigenschaften. Im Gegensatz zu zahlreichen gleichaltrigen Geräten kann der Empfänger dank der Frequenzstabilität auch problemlos zum RTTY - Betrieb mit einem Decoder eingesetzt werden. weitere Lektüre: © Martin Bösch |
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