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Sony Corporation,
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überarbeitet am 10.6.2005 |
Sony CRF - 230Zu Beginn der siebziger Jahre kam Sony mit dem "gigantischen" Kofferradio CRF-230 auf den
Markt, das Gerät war offenbar - wie auch die späteren Empfänger der CRF-Reihe - überdurchschnittlich
teuer und wurde wegen des in den unteren VHF-Bereichs reichenden FM1-Bandes in mehreren
westeuropäischen Ländern gar nicht auf den Markt gebracht.
Der schwere Kofferempfänger präsentiert sich in einem mit schwarzem
Kunstleder überzogenen Gehäuse, das oben mit einem stabilen Traggriff versehen ist,
ein Transportschutzdeckel kann abgenommen werden, er ist mit einer Weltzeit-
Drehscheibe und Fächern für Logbuch und Unterlagen versehen. An der Geräteoberseite springen die Enden einer Teleskopantenne zum Kurzwellenempfang zur Linken und von zwei Teleskopantennen zum UKW-Empfang zur Rechten auf Knopfdruck heraus, wenn die Antennen ganz eingeschoben sind, sind sie optimal vor Beschädigungen geschützt. Das oberste Drittel der Frontplatte wird vom Lautsprecher eingenommen, die Bedienelemente
sind in zwei waagerechten Bereichen angeordnet, in der untersten Leiste befinden
sich Anschlüsse und einige Schalter für weniger oft benötigte Funktionen.
Im in der Mitte liegenden Fenster sind die ebenfalls vertikal laufenden Skalen für SW1, Mittel- und Langwelle mit akzeptabler Genauigkeit abzulesen, wieder wird der Bandbereich mit der grossen Taste aktiviert und wieder erfolgt die Abstimmung mit dem darunterliegenden grossen Abstimmknopf. Ein Feintrieb ist nicht vorgesehen. Ganz rechts finden sich die Skalen, Bereichstasten und der Abstimmknopf für die beiden VHF-Bereiche, der Sony deckt mit zwei Bändern 64 - 88 und 86 - 108 MHz ab. In der unteren Reihe der Bedienelemente liegen unter dem S-Meter die Tonregler für Höhen & Bässe, der Lautstärkeregler und darunter der HF-Verstärkungsregler, bei gezogenem Regler ist MGC d.h. Handregelung der HF-Verstärkung, des sogenannten RF-Gain möglich. Zuunterst in einem schmalen Bereich der Frontplatte liegen links die Kopfhörer- / Ohrhöreranschlüsse (der Sony verkraftet beide Durchmesser von Klinkensteckern, ist doch einfach genial...), und unter dem KW-Abstimmknopf die Bedienung des BFO zum Einseitenbandempfang. Ein kleiner Schalter aktiviert den BFO, mit dem Regler kann das gewünschte Seitenbandeingestellt werden. Schalter unter dem mittleren Abstimmknopf aktivieren Spezialfunktionen im AM-Bereich: in Stellung LOCAL wird ein Abschwächer aktiviert, der ANL (Noise limiter) und zwischen den beiden ZF-Filtern umgeschaltet, in Stellung SHARP können Nachbarkanalstörungen unterdrückt werden. Unter dem rechten UKW-Abstimmknopf finden sich die Schaltelemente für die UKW-Stummschaltung und die automatische Frequenzkorrektur AFC. Auf der Rückseite finden sich ein Umschalter zwischen den internen und externen Antennen und Schraubanschlüsse für die LW-SW1, SW2-19 und VHF-Antennen. Ebenfalls Kopfhörer- und Tonbandbuchsen, eine fünfpolige Diodenbuchse zum Tonbandanschluss und die Sony-typische vierpolige Fremdspannungsbuchse zum Anschluss des Netz- Kabels und wohl auch einer Gleichspannung finden an der rechten Seite der Geräterückwand. Der Betrieb in den Bereichen UKW, LW, MW und SW1 ist weitgehend selbsterklärend.
Den Power-Schalter auf "ON", Lautstärke einstellen, die Taste unter der entsprechenden
Frequenzskala drücken und am Tuningknopf drehen, bis das Radio spielt... Zusammenfassend ist der Sony CRF-230 ein Sammlergerät für Leute mit Platz und der aufgrund des abgedeckten Frequenzbereichs (erweitert im VHF-Bereich) in Deutschland und der Schweiz kaum in die Geschäfte kam. Zum Suchempfang leistet mein CRF-230 noch gute Dienste, eine Station auf einer bekannten Frequenz kann mit grosser Wahrscheinlichkeit aufgefunden werden. Allerdings ist der Empfangsbereich nicht durchgehend, Ausserbandsender, gewisse Amateurfunkbereiche und Seefunkbereiche werden nicht abgedeckt; das Gerät verfügt über eine akzeptable Stabilität zum SSB-Empfang, der Betrieb mit einem RTTY-/CW-Konverter ist wohl nur im Falle starker Sender praktikabel. Und auf Reisen werde ich meinen CRF-230 wohl kaum einmal mitnehmen... © Martin Bösch, 20.8.2004 |
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