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überarbeitet am 17.7.2007
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Die Palette der portablen Sony-Weltempfänger wurde im
Jahre 1991 um ein Gerät erweitert, das sich in Sachen
Abmessungen wie auch Empfangsleistungen zwischen dem
etwas grösseren ICF-2001D
und ICF-SW77 und den kleineren Geräten der ICF-7600D - Serie einreiht.
Der ICF-SW55 zeichnet sich durchdas Querformat mit dem
schlitzförmigen Lautsprechertrichter und dem
Multifunktionsdisplay mit alphanumerischer Bezeichnung
der Senderspeicher aus.
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Doppelsuper, ZF 55,845 MHz, 455 kHz
Digitalanzeige, 1 kHz, Feinabstimmung 100 Hz - Schritte
AM, USB/LSB, UKW-FM
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Selektivität -6 dB/ -60 dB
Sensitivität
Abschwächer DX / Local, 20 Senderspeicher, Uhr, Timerfunktion, UKW-Stereo via Kopfhörer

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Der Sony ICF-SW55 ist mit seinem 19,4 x 12,7 x 3,9 cm
grossen grauen Plastikgehäuse, das mit eine Klappe auf
der Rückseite zum Betrieb pultförmig aufgestellt werden
kann, nur geringfügig grösser, als die Empfänger der
7600 - Serie. Das futuristische Design des Gerätes mit
seinen abgerundeten Ecken, der Tastenfülle, dem grossen
Display und dem scheibenförmigen Abstimmrad lässt zunächst
an ein Video-Game der neuesten Generation denken...
Die Funktionen des mikroprozessorgesteuerten Empfängers
sind zu umfangreich, als dass ich im Detail auf alle
eingehen könnte. Indem der Gerätelautsprecher im Gehäuseinnern
eingebaut und der Schall über eine schlitzförmige Öffnung
oberhalb des Displays abgestrahlt wird, kann der überlicherweise
vom Lautsprechergrill eingenommene Platz auf der
Frontplatte eingespart werden. Unter dem
Lautsprecherabstrahlschlitz liegt dominierend das grosse
multifunktionale LCD-Display, das über zahlreiche Geräteeinstellungen
informiert, darunter eine Reihe Funktionstasten M1 - M5,
die auf Speicherplätze oder Sonderfunktionen zugreifen
lassen.
Die Tasten links oben schalten den Empfänger ein (in die
Lock- Position geschoben verhindert der Hauptschalter das
unabsichtliche Aktivieren des Radios im Reisegepäck) und
aktivieren den Einschlaf- und Timerbetrieb. Die fünf
dunklen runden Tasten darunter steuern die Funktionen der
Weltzeituhr. Nachdem die Lokalzeit eingestellt und der
aktuelle Standort mit dem Abstimmrad eingestellt wurde (beim
Drehen werden zahlreiche Hauptstadtnamen und die
Differenzen zur Weltzeit UTC angezeigt), kann auf
Knopfdruck auf Weltzeit UTC umgeschaltet oder die
aktuelle Zeit in einer anderen Zeitzone resp. Weltstadt
angezeigt werden. Auf Knopfdruck wird die
Sommerzeitfunktion aktiviert, eine andere Taste zeigt
alternativ zur derzeit aktiven Zeitzone im Display an, in
welchen zeitzonen momentan Nacht oder Tag herrscht. Diese
Funktion ist zum gezielten Empfang zur Abschätzung der
Ausbreitungsbedingungen auf der Kurzwelle nützlich.
Die darunterliegenden Tasten aktivieren die
Senderspeicher, die 125 Speicherplätze sind in 25 Seiten
zu je 5 Speichern organisiert, mit den Memory Page +/- -Tasten
werden die Seiten angewählt und die alphanumerische
Bezeichnung, die über die Zifferntasten programmiert
werden kann angezeigt, die Tasten M1 - M5 rufen die 5
Speicherplätze der entsprechenden Seite auf. Im weiteren
kann eine Seite mit Timereinstellungen und eine Seite mit
AM-Sonderfunktionen aufgerufen werden, hiermit lässt
sich die Betriebsart AM/USL/LSB, die Filterbandbreite
schmal-weit und das MW-Abstimmraster aufgerufen werden.
Tasten unterhalb der Menütasten sind zur Steuerung der
Timer- und Weckfunktionen und zur Wahl der Betriebsart AM
(Lang-, Mittel- und Kurzwelle) und FM (UKW) und zum
Wechsel zwischen den Kurzwellenrundfunk- bändern
vorgesehen.
Rechts des Displays liegt zuoberst der scheibenförmige
mit einer Griffmulde versehene Abstimmknopf, dessen
Bedienung bedientungsbedürftig ist und der nicht ganz
reibungsfrei läuft. Kleine danebengelegene Tasten
blockieren als Key Lock das gesamte Tastenfeld und
schalten zwischen zwei Abstimmgeschwindigkeiten mit den
Schrittweiten 100 Hz und 1 kHz um. Der Zifferntastenblock
unterhalb des Abstimmknopfes kann zur direkten
Frequenzeingabe und auch zur alphanumerischen
Beschriftung der Speicherseiten eingesetzt werden, um die
Frequenz 6155 kHz aufzurufen muss im AM-Betrieb dies
Tastenfolge 6 - 1 - 5 - 5 - Exe eingegeben werden. Zwei
gleich darunter gelegene Tasten stimmen das Radio manuell
ab und starten auch die Suchlauffunktion.
Im Display wird oben die Zeitzonenkarte und daneben die
aktuelle Uhrzeit und die Differenz zur Weltzeit UTC
angegeben, der SW-55 bietet bessere Weltzeituhrfunktionen
als einige separate Stationsuhren. unterhalb findet sich
die Anzeige der Empfangsfrequenz auf 1 kHz genau, das
Rundfunkband und die Signalstärke in Form eines LCD- S-Meter-
Balkens. Zuunterst finden sich die grosse alphanumerische
Anzeige der Speicherseitenbezeichnung (beispielsweise VOA_WASH,
LONDON oder TROP-AFR zum Aufruf einiger
Tropenbandstationen), die Nummer der Speicherseite und
Markierungen, auf welchen der Menue-Tasten Frequenzen
abgelegt sind.
Technisch schweigt sich die Bedienungsanleitung des SW-55
wie bei allen Sony-Weltempfängern über Details aus. Der
SW-55 ist ein Doppelsuper mit einer hochliegenden ersten
Zwischenfrequenz von 55,845 MHz und der gebräuchlichen
zweiten ZF von 455 kHz, dennoch ist das
Grossignalverhalten des recht empfindlichen Empfängers
bei einem starken breitbandigen Signal ungenügend,
Geisterstationen treten ungewollt in Bandabschnitten auf,
in denen sie nichts zu suchen haben, bei Anschluss einer
Langdrahtantenne ist ein externer Preselektor unabdingbar,
sollen nicht nur Kreischen und Sprachfetzen von
Mischprodukten starker benachbarter Stationen das gewünschte
schwache Signal zudecken. Die keramischen ZF-Filter sind
von durchschnittlicher Güte, das schmale 2,7 kHz-Filter
reicht zum SSB-Empfang knapp aus und trennt bei etwas
dumpfem Klang Stationen im 5 kHz-Raster ausreichend, das
breitere Filter kann nur zum AM-Empfang ungestörter
Stationen eingesetzt werden. Zum SSB-Empfang sind beide
Seitenbänder wählbar, die kleinste Abstimmschrittbreite
von 100 Hz reicht aus, um in Seefunk- oder
Amateurfunkbetrieb hineinzuhören, zum richtigen SSB-Empfang
oder gar Betrieb mit einem Funkfernschreibkonverter, etc.
ist die Schrittweite zu grob. Ein Synchrondetektor ist im
SW-55 leider nicht integriert. Mit vier UM-3 Batterien
bringt der Sony 400 mW Musikleistung aus dem Lautsprecher,
der Batteriefresser hält mit einem Batteriesatz im AM-Betrieb
nach Handbuch gerade mal 7 Stunden durch, in den Ferien
konnte ich etwa eine Woche lang täglich knappe zwei
Stunden Radio hören.
© Martin Bösch
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