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überarbeitet am 29.12.2002
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Die 7600-Modellreihe der Sonyempfänger wurde zunächst
1987 mit dem ICF-7600DS
resp. ICF 2003 fortgesetzt, neben geringfügigen
technischen Verbesserungen wurde dem Gerät eine neue
anthrazitgraue Farbe mit farblichen Akzenten spendiert
und der Preis um etwa 30% gesenkt. Zu Beginn der
neunziger Jahre spendierte Sony dem Radio als ICF-SW7600
ein neues Äusseres mit trendigen runden teils versenkten
Tasten und dunkler Gerätefarbe. Die Technik mit 5 kHz-
Abstimmschritten, lediglich 10 Senderspeicherplätzen
blieb bestehen, neu war bei diesem Gerät die Uhrzeit
nicht mehr gleichzeitig mit der Empfangsfrequenz ablesbar,
die Timerfunktionen blieben ebenfalls unverändert. Ein
technologischer Fortschritt war der äusserlich ganz ähnliche
ICF-SW7600G mit kleineren Abstimmschritten, doppelter
Speicherzahl und vor allem dem bei einem portablen
Reiseempfänger erstmals integriertem Synchrondetektor
zum automatisierten ECSS-Empfang. Eine Preissenkung
machte dies 1995 erschienen Modell noch attraktiver.
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Doppelsuper, ZF 55,845 MHz, 455 kHz
Digitalanzeige, 1 kHz, Feinabstimmung mit Rändelrad
AM, AM-Sync, SSB, UKW-FM
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Selektivität -6 dB/ -60 dB
Sensitivität
Abschwächer DX / Local,
20 Senderspeicher, Uhr, Timerfunktion, UKW-Stereo via Kopfhörer

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Das anthrazitgraue 18,4 x 11,8 x 3,2 cm grosse Gehäuse
des ICF-SW7600G wurde in seinen Dimensionen verglichen
mit den Vorgängermodellen nicht verändert, neu wurde
dem Gerät eine Klappe an der Rückseite spendiert, mit
der es schräg aufgestellt werden kann, das Gewicht von
615 g des mit vier UM-3 Batterien bestückten Gerätes
erlaubt das problemlose Mitführen auf Ferienreisen.
Hinter der linken Frontplattenpartie ist der Lautsprecher
angebracht, die 400 mW Leistung reichen zur Versorgung
eines Raumes aus, beim Betrieb mit Kopfhörern schafft
der 7600G auf UKW auch Stereoempfang. Der Hauptschalter
rechts oben auf der Frontplatte kann in die Lock-Position
geschoben das versehentliche Einschalten des Empfängers
im Gepäck verhindern, gleich daneben liegt der Sleep-Schalter.
Mit dem Zehnertastenblock mit der für Sehbehinderte
markierten Taste "5" kann eine Empfangsfrequenz
direkt eingegeben werden, mit der AM/FM-Taste wird zunächst
die entsprechende Betriebsart AM oder UKW vorgewählt.
Die Tastenfolge Direct - 6 - 1 - 5 - 5 - Exec ruft Radio
Oesterreich International aus Wien auf. Die mit
gleichzeitigem Tastendruck auf Enter und eine
Nummerntaste gespeicherte Frequenz kann später gewohnt
einfach allein mit einem Druck auf die entsprechende
Zifferntaste aufgerufen werden. Von einer eingestellten
Frequenz aus kann der Empfänger auch manuell weiter
abgestimmt werden, je zwei Up- und Down- Tasten die
halbmondförmig angeordnet sind, erhöhen resp.
vermindern die Empfangsfrequenz in Schritten zu 1 und 5
kHz. Auf einen Drehknopf zur Abstimmung wurde leider (konsequenterweise)
weiterhin verzichtet. Die AM Band - Taste gemeinsam mit
den Up- / Down- Tasten gedrückt, lässt dem Empfänger
von einem zum nächsten Rundfunkband springen. Die Key
protect - Taste inaktiviert sämtliche Tasten und soll
unbeabsichtiges Verstellen verhindern, die Standby Memory
A/ B - Tasten werden mit den im Timerbetrieb zu
aktivierenden Stationen belegt. Im LCD-Display, das auf
Knopfdruck auf die Light-Taste auf der Gehäuseoberkante
beleuchtet werden kann, zeigt beim Betrieb entweder die
Empfangsfrequenz auf 1 kHz genau, oder die Uhrzeit an.
Des weiteren ist die Nummer des aktivierten
Stationsspeichers, die Aktivierung von Timer- Sleep-Betrieb,
der Tastaturverriegelung ersichtlich und die drohende
Batterieerschöpfung wird ebenfalls signalisiert. Kleine
Leuchtdioden oberhalb des Displays signalisieren rot den
Empfang eines ausreichend starken Signals und grün das
Einrasten des Synchrondetektors im ECSS-Betrieb.
An der rechten Geräteschmalseite sind übereinander der
Lautstärkeschieberegler, der Tonblenden- schalter, der
Betriebsartenschalter für normalen AM-Empfang, AM mit
Synchrondetektor und SSB-Empfang, der Schalter zur Wahl
des Seitenbandes und die Rändelschraube zur +/- 1,5 kHz-Feinabstimmung
im ECSS und SSB-Betrieb angeordnet, die Bedienelemente
sind entsprechend den knappen Platzverhältnissen klein
ausgefallen. Die Antennenbuchse, der Eingangsabschwächer
und die Buchen für Kopfhörer und Kassettenrecorder wie
die Spannungsversorgungsbuchse für den Netzadapter
finden sich an der linken Schmalseite des ICF-SW7600G.
Die Empfangsleistungen des Gerätes sind für einen
Reiseempfänger überdurchschnittlich gut, dank der auf 1
kHz verkleinerten Abstimmschritte kann im AM-Empfang bei
störenden Nachbarkanalstationen etwas ausgewichen werden.
Bei stärkeren Störungen und Fading leistet der
Synchrondetektor beste Dienste. Er rastet zum
automatischen ECSS-Empfang schon bei geringer Signalstärke
auf den Träger einer Station ein, danach kann bei gestörtem
Empfang mit dem Seitenbandwahlschalter selektiv das
weniger beeinträchtigte obere oder untere Seitenband der
Demodulation zugeführt werden, wodurch sich die Verständlichkeit
enorm verbessert. Der Synchrondetektor erscheint mit
wirksamer als bei verschiedenen Stationsempfängern,
erreicht aber für mich die Qualität der Schaltung in
Sony's ICF-2001D nicht
ganz.
Dank der verringerten Abstimmschrittweite, den zusätzlichen
Speicherplätzen, dem beleuchtbaren Display und vor allem
dem Synchrondetektor hat sich der ICF-SW7600G einen
Spitzenplatz unter den Reiseempfängern erworben. Sony's
Miniaturempfängern würde ich persönlich nur den Vorzug
geben, wenn es wirklich um einige Zentimeter oder Gramm
Ersparnis im Gepäck geht, was mit einem Abstrich an
Tonqualität und Verständlichkeit erkauft werden muss.
© Martin Bösch
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