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überarbeitet am 5.6.2005
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Auf dem internationalen Markt landete Sony mit dem ICF-7600
einen Volltreffer: der erste Weltempfänger im Taschenbuchformat, der mit
seinen Bandspreizskalen für die einzelnen Kurzwellenrundfunkbänder eine
ausreichende Ablesegenauigkeit bot. Er wurde um Urahn einer Reihe von Weltempfängern,
die - vielleicht nicht ganz so bahnbrechend im Design wie der Ur-"Walkman" -
über Jahre hinaus das Bild von einem Reise - Weltempfänger prägte. Auch im
neuen Jahrtausend führt noch ein Gerät die magischen Ziffern 7600 in der Bezeichnung.
Die knapp 500 g schweren, mit weltweit verfügbaren UM3-Batterien versorgten
Empfänger haben alle nahezu gleiche Abmessungen. Links liegt jeweils der
Lautsprecher, rechts die analogen Skalen oder die Digitalanzeige, oben eine
kleine Teleskopantenne.
Der 1978 erschienene Sony ICF-7600, ein Einfachsuper mit gespreiztem
75, 49, 31, 25 und 19 m-Band hatte noch Schwierigkeiten mit Spiegelfrequenzen und
schlechtem Dynamikbereich. Um 1980 wurde in Europa der ICF-7600W eingeführt,
dessen UKW-Bereich entsprechend der postalischen Vorschriften nur von 88 - 108 MHz
reichte.
Nachfolger war 1983 der ICF-7600A in der internationalen Version, respektive
der ICF-7600AW in der Europa-Version mit postfrommem UKW-Bereich. Technisch gelang
die Sensation, in dasselbe Gehäuse einen Doppelsuper hinzuzwängen, der das
49, 41, 31, 25, 19, 16, 13 m-Band abdeckt.
Nach gleichzeitiger Einführung des ICF-7600D, der mit PLL-Synthesetechnik,
Speicher- und Uhrfunktionen die technisch versierteren Hörer ansprach, wollte Sony
weiterhin bei den Freunden einfach zu bedienender Reiseradios am Ball bleiben.
Beim ICF-7600DA versuchte man es mit einem Gerät, das intern die PLL-Synthesetechnik
verwendet, mit einem digital nachgebildeten Skalenstrich auf einer analog anmutenden
Skala aber das Feeling eines Analogempfängers aufrechterhalten sollte. Das Gerät
mit seiner Abstimmschrittweite von 5 kHz, Speicher- und Uhrfunktionen setzte
sich nicht durch, Hörer mit technischem Flair blieben dem tauglichen ICF-7600D treu.
So brachte Sony im Jahr 1988 mit dem ICF-7601
wieder einen rein analogen Reiseempfänger auf den Markt, der mit Doppelsupertechnik
und grosszügiger Bandausstattung, sämtliche Rundfunkbänder von 60 - 13 m, glänzte.
Im Gegensatz zur internationalen Version mit einem Bereich 120 - 75 m deckt das Modell
ICF-7601L in Europa den Langwellenbereich mit ab. Unter der Konkurrenz der
Analogempfänger setzte dieses Gerät die Latte hoch, bis Anfang der neunziger Jahre die Sony
ICF-SW10 / SW20 folgten.
Als Sensation erlebte ich 1983 die Einführung des ICF-7600D. Dieser erste
mikroprozessorkontrollierte Reiseempfänger im Klein- (d.h. Taschenbuch)format
stellte sogar den ICF-2001 bezüglich Empfangsleistungen in den Schatten, verfügt über
zehn Senderspeicher, eine Uhr mit separater dauernd ablesbarer Zeitanzeige und
erlaubt mittels BFO sogar Einseitenbandempfang. Im Gegensatz zu den Analoggeräten
geschieht die Abstimmung nur mittels direkter Frequenzeingabe, UP-/DOWN-Tasten oder
einem automatischen Sendersuchlauf, ein Tuningknopf fehlt.
Als Gegenwert für die mühsam ersparten 698.- sFr. konnte
man damals recht viel Radio bekommen, das Sony-Gerät übertraf aber alle Konkurrenz
was Kompaktheit des Gerätes und Einfachheit der Bedienung angeht.
Im Jahre 1987 wurde das Gerät optisch überarbeitet einer nun anthrazitgrauen
Version zu einem deutlich niedrigeren Preis als ICF-7600DS angeboten.
Drei Jahre später brachte Sony den ICF-SW7600 auf den Markt, nun mit deutlich
überarbeitetem Design, den für diese Serie typischen runden Knöpfen, aber de
facto denselben technischen Möglichkeiten. Die UP- / DOWN-Tuningtasten sind bei
diesem Modell unten in einer geraden Reihe angeordnet.
Einen deutlichen technischen Fortschritt machte in der Folge der äusserlich
recht ähnliche ICF-SW7600G. Nur dieses Geräte mit den in einem Halbrund angeordneten
Abstimmtasten ist mit der Synchrondetektorschaltung für automatischen ECSS-
Empfang ausgestattet, ähnlich der SYNCH-Schaltung beim legendären ICF-2001D.
Im April 2001 wurde das Gerät in einer silberfarbenen kosmetisch überarbeiteten
Version mit neu 100 Speichern als ICF-SW7600GR vorgestellt und von Sony bis
heuet weiterhin erfolgreich vermarktet, weiterhin als einziges portables Gerät
mit Synchrondetektor auf weiter Flur...
Reiseempfänger der "7600er - Familie"
| ICF-7600 (W)
(1978): Einfachsuper, UKW, MW,
5xSW(75-19m), Analoganzeige mit Bandspreizung |
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| ICF-7600 A (W)
(1983): Doppelsuper, UKW, MW, 7xSW (49-13m),
Analoganzeige mit Bandspreizung |
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ICF-7600 D
/ ICF-2002 (1983): Doppelsuper, UKW, AM
153 kHz - 29,995 MHz, Digitalanzeige 5kHz,
FM-UKW,AM,SSB (BFO), 10 Speicher, Fine tuning,
Uhr mit Weckfunktion
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ICF-7600 DS
/ ICF-2003 (1987): Doppelsuper, UKW, AM 153 kHz -
29,995 MHz, Digitalanzeige 5kHz, FM-UKW,AM,SSB
(BFO), Fine tuning, 10 Speicher, Uhr, farbliche/
techn.Anpassungen
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ICF-7600 DA /
ICF-7700 (1987): Doppelsuper, UKW, LW, MW, 12xKW
(90-11m), Digitalanzeige 5kHz & digital
analoge Balkenanzeige, FM-UKW,AM, 15 Speicher
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| ICF-7601
(1988): Doppelsuper, UKW, MW, 10xSW (120-13m),
Analoganzeige mit Bandspreizung |
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| ICF-SW7600
(1990): Doppelsuper, UKW, AM 153 kHz - 29,995
MHz, Digitalanzeige 5kHz, FM-UKW,AM,SSB(BFO),
Fine tuning, 10 Speicher, Uhr |
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ICF-SW7600G
(1995): Doppelsuper, UKW, AM 153 kHz - 29,995
MHz, Digitalanzeige 1kHz, FM-UKW,AM, AM-Sync,
SSB(BFO), Fine tuning, 10 Speicher, Uhr
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weitere Lektüre:
e: WRTH tests portable receivers, Larry Magne, WRTH 1984
e: the Sony ICF 7600 Confusion, WRTH 1988
© Martin Bösch
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