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Telefunken /
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überarbeitet am 27.10.2008 |
Der E 863 Kw/2 entstand in den siebziger Jahren, es handelt sich um einen
modular aufgebauten in Transistortechnik ausgeführten Such- & Überwachungsempfänger,
der vornehmlich bei der Deutschen Bundeswehr und Marine zum Einsatz kam. Das Gerät nimmt als Einschub mit 256 x 270 x 324 mm nur einen halben 19 Zoll -
Einschub ein, als Tischgerät misst es 274 x 315 x 350 mm und bringt 18 resp. 22 kg
auf die Waage, im Vergleich zu den Vorgängergeräten ist es nahezu zierlich. Auf der etwas gewöhnungsbedürftig gestalteten Frontplatte findet sich links oben der Hauptschalter mit den Stufen Aus / Vorheizen / Betrieb / Empfänger ein, Lautsprecher ausgeschaltet. Rechts daneben zeigt eine sechsstellige Nixieröhrenanzeige die Empfangsfrequenz auch 100 Hz genau ein. Im linken unteren Feld liegen übereinander sechs Schaltelemente, der Schalter links oben lässt die ZF-Filterbandbreite wählen, der Empfänger verfügt über Filter von +/- 100 Hz, +/- 250 und 750 Hz für den CW-Empfang, +/- 1,5 kHz, +/- 3 und 6 kHz für den AM-Empfang sowie je ein 3 kHz USB und LSB Filter. Gleich rechts daneben liegt der Bereichsschalter, mit dem einer der Bereiche 1,5 - 3,48 / 3,47-7,49 / 7,45-15,5 oder 15,4-30 MHz geschaltet werden muss. Darunter liegt der BFO-Regler für den CW-Empfang und der Betriebsartenschalter. Dieser ist etwas komplex in der Handhabung: die ersten drei Stellungen schalten die automatische HF-Regelung (AGC) in den Betriebsarten F1/F6 (FSK), A2/A3 (AM) mit langer und kurzer Zeitkonstante ein. Die mittleren drei Stellungen schalten die AGC aus, HF-Verstärkung auf Handregelung, für A2/A3 (AM), A3J (SSB) und A1 (CW), die beiden letzten Stellungen automatische HF-Regelung für A1 (CW) und A3J (SSB)-Empfang. Andere Empfänger lösen dies etwas einfacher... Die untersten beiden Regler für die Hf- und NF-Verstärkung sind wiederum selbsterklärend, die darunter liegenden Kopfhörerbuchsen und der Schalter für den Störbegrenzer ebenfalls. Im rechten unteren Quadranten der Frontplatte finder sich das Messinstrument, welches die Empfangsfeldstärke, auf Knopfdruck den Leitungs- NF-Pegel oder die Temperaturen der Thermostaten 1 und 2 (sollten im grünen Bereich liegen) anzeigt, gleich darunter der Monitorlautsprecher. Der Hauptabstimmknopf ist einfach gefunden, der Drucktaster mit der grünen Lampe oberhalb signalisiert, dass der Empfänger verstimmt werden kann. Wenn die Lampe nicht leuchtet, ist der Empfänger auf die Empfangsfrequenz blockiert, wenn der kleine Regler FEIN neben dem Abstimmknopf gezogen wird, ist eine Feinabstimmung +/- 50 Hz möglich. Zum Betrieb wird der Empfänger oben links eingeschaltet, der Spannungsanzeiger
sollte mitder Linie zwischen dem roten und weissen Bereich bei Netzbetrieb und
im weissen Bereich bei Batteriebetrieb liegen. Nach zwanzig - 60 Minuten haben die
Thermostate die Solltemperatur erreicht und die Frequenzstabilität liegt in der
Spezifikation. Optional kann der E 863 Kw/2 zusammen mit einem Telegraphiegerät TG 455 (einem FSK- Funkfernschreibedmodulator), einem Sichtgerät SG 455 (um die Mark und Space- Signale sichtbar zu machen und die Einstellung zu erleichtern und einem Antennen- Diversitygerät AD 455 (beim abgebildeten Gerät nicht enthalten, stattdessen leere Blende) zur "KW Weitverkehr Empfangsanlage TRANSRADIO 21" erweitert werden, mit weiteren Moduln ausgestattet, erlaubt der E 863 auch den Empfang komplexer Mehrkanal - Einseitenbandaussendungen... Der Telefunken E 863 Kw/2 und der abgesehen von der Rastfunktion mit 100 Hz- Schritten sehr ähnliche E-724 Kw/2 sind im Vergleich mit anderen Boatanchors recht kompakte volltransistorisierte Betriebsempfänger, die anspruchsvollen Empfang von Kurzwellen-Auslandsdiensten, Amateuren und vor allem Funkdiensten erlauben. Die Spezialversion im Zusatzgehäuse mit Lüfter und Betriebsstundenzähler bringt dann schon wieder einige Kilogramm mehr auf die Waage und erweitert die Empfangsmöglichkeiten nicht. Mit seinem charakteristischen Äusseren ist der E 863 ein vom Sammler gern gesehenes Gerät.
weitere Lektüre:
d: www.seefunknetz.de : Telefunken E 863 © Martin Bösch 27.10.2008 |
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