REG UNIT:
D01 ist mit einem Kühlkörper zu versehen, denn
dieser Bauteil wird übermäßig heiß, daher Wärmeleitpaste
nicht vergessen! Umschalten der Primärspannung von 220 V
auf 240 V in 220 V-Ländern hilft auch in dieser Hinsicht.
Vier Kondensatoren von je 2n2/50 V über die vier Dioden
von D1, anzulöten an der Leiterbahnseite, helfen, Netzstörungen
zu verringern. Leider kann aus Platzgründen kein
Netzfilter statt des Steckers eingebaut werden, ein
weniger wirksames Vorsteckfilter ist daher erforderlich.
Hilfreich in dieser Hinsicht ist es auch, die internen
Versorgungsleitungen, sowohl für Wechselstrom, als auch
für Gleichstrom zu verdrillen. Die Sicherung F01 ist mit
2A allzu üppig bemessen, 1,25A reicht allemal. Ein
Uberspannungsableiter ich verwende die Siemens
Type S20K250 über die beiden Netzanschlußstifte
gelötet, hilft besonders bei Verwendung von Außenantennen,
Differenzspannungen bei Gewitterentladungen zu begrenzen.
ANT UNIT:
Hier kann es erforderlich sein, die
Eingangsschutzdiode, eine Zenerdiode mit der Bezeichnung
ERZ-DO3DS331, zu entfernen, wenn durch sie
Intermodulationen in der Nähe starker Sender auftreten.
MAIN UNIT:
Geräte, die nicht starken Signalen im MW- und LW-Bereich
ausgesetzt sind, können durch Entfernen des Abschwächers
für Frequenzen bis 1,6 MHz empfindlicher gemacht werden,
dies geht allerdings zu Lasten des Großsignalverhaltens.
Hierzu wird R02 (330 Ohm) entfernt, R03 (470 Ohm) durch
eine Drahtbrücke ersetzt, R04 (47 Ohm) und C46 (10 uF
Elko) werden entfernt, R20 (47 Ohm) wird auf 100 Ohm geändert,
R05 (330 Ohm) wird auf 47 Ohm geändert und mit einer
Drossel von 470 uH in Serie geschaltet.
Beim Mustergerät wurde diese Änderung allerdings nicht
durchgeführt, da sich dies wegen der beiden starken
Mittelwellensender in Wien nicht empfiehlt.
Im HF-Zug habe ich C223 (47nF)
auf 3n3 reduziert, schließlich soll hier keine NF übertragen
werden. Zur Erhöhung der Trennschärfe in der 1. ZF habe
ich C79 (10 nF) auf 22pF reduziert, danach ist T06
nachzugleichen. Aus dem gleichen Grund ist R102 (3k3) auf
22k oder noch höher zu vergrößern, vorausgesetzt es
tritt kein Eingenschwingen auf; in jedem Fall ist T08
nachzugleichen.
In der 2. ZF habe ich C93 und C94 von je 10nF auf je 1 nF
reduziert; T9 und T10 sind nachzugleichen. Die Filter CF01,
ein LFB20A, und CF02, CFW455HT, sind in jedem Fall
auszutauschen. Im Musterempfänger findet ein CFW455HT
als CF01, und ein CFG455H als CF02 Verwendung, um eine
einigermaßen akzeptable Durchlaßkurve für 6 kHz
Bandbreite zu erzielen; wer aber hauptsächlich Kurzwelle
hört, kann auch die Kombination CFW455IT/ CFG455I
einsetzen, was zu einer nominellen Bandbreite von 4 kHz führt.
Als CF03 verwende ich ein CFJ455K6, das am Rande der MAIN
UNIT seitlich um 90 Grad verdreht angebracht wird, und für
NARROW und SSB eine Bandbreite von nominell 2,3 kHz
bewirkt. Alle genannten Filtertypen sind symmetrisch, was
Ein- und Ausgangsimpedanzen betrifft und stammen von
MURATA. Weiter hinten m der 2. ZF habe ich R128 und R135
(je 6k8) auf je 33k erhöht, um sowohl die Stufenverstärkung,
als auch die Trennschärfe zu erhöhen. Aus demselben
Grund werden C111 und C116 von je 10 nF auf je 560 pF geändert;
T12 und T13 sind nachzugleichen.
Im Zuge der 2. ZF für FM(N)
habe ich R173 (1 k) auf 6k8 erhoht, und C144 (10 nF) auf
560pF reduziert. Wird der FRV-8800 Konverter verwendet,
empfiehlt sich die Verwendung eines CFG455G mit nominell
8kHz Bandbreite als CF04, ansonsten kann auch das nicht
mehr benötigte LF-H6SC Verwendung finden, was die Kosten
senkt.
Der recht dumpfe und trotzdem mit Rauschen behaftete
Klang wurde wie folgt verändert: C212 (470 uF) auf 47 uF
ändern, und C 214 (100 nF) auf 22nF ändern, um den
Klang aufzuhellen. Das Rauschen wird durch einen
Kondensator von 47nF zwischen AF VR(2) und Chassis, und
durch einen 1 uF Elko über C213 (Polarität beachten !)
reduziert. Ein weiterer 47 uF Elko über die Anschlüsse
des eingebauten Lautsprechers gelötet, (Polarität
beachten!) senkt dieses weiter ab, dies ist aber
Geschmacksache. Sollte noch immer ein Brummproblem
bestehen, kann R306 (6R8, 1/2W) durch eine Drossel
gleichen oder geringeren Widerstandes ersetzt werden, und
ein zusätzlicher Elko von 4.700 uF / 25V zwischen k (D56/
R306) und Chassis tut ein übriges (Polarität beachten !).
Selbstverständlich werden die beiden Gehäuseschalen mit
kurzen Litzen auf Masse gelegt, nachdem das Gerät sorgfältig
nachgeglichen wurde. Ein so behandelter FRG-8800 ist der
Serienversion um einiges überlegen, durch das geringere
Eigenrauschen wirken aber die durch den Synthesizer
hervorgerufenen Knackgeräusche umso störender.
Abenteuerlustige Naturen könnten
natürlich noch weiter gehen, und vor allem die beiden
Mischer zusätzlich schirmen und die Kreise T08, T12, T13,
und T15 auf der Hauptplatine bis kurz vor den
Schwingeinsatz bringen, was auch für T10, T11 und T12
auf der PLL Unit möglich wäre. Dann empfiehlt es sich
aber, Q67, den HF-Verstärker, über ein Relais überbrückbar
zu machen, wozu der Endanschlagschalter des ATT Regler
herangezogen werden könnte, um den dynamischen Bereich
zu erweitern. Bei genauerer Betrachtung der Schaltung ist
der ATT Regler kein Abschwächer, sondern eine Verstärkungsregelung
in der ZF, und sollte daher IF GAIN benannt werden. Wie
dem auch sei, die Arbeit an diesem Gerät wird durch die
Abwesenheit von Beschriftungen auf den Platinen sehr
erschwert, und damit recht zeitaufwendig. Abgesehen von
der sauberen Ausführung des ersten Mischers bietet der
FRG-8800 keinerlei Höhepunkte, und es bleibt zu hoffen,
daß das Nachfolgegerät mehr bietet.