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überarbeitet am 2.2.2009
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1924 entstand aus dem "Chicago Radio Laboratory" die "Zenith Radio Corp.", die
bis 1929 Geradeausempfänger und dann erste Superhets produzierte.
Nach den Wirren der Wirtschaftsdepression kam das Unternehmen rasch wieder auf die
Beine. Nachdem der Polarforscher McMillen bereits 1925 ein Kofferradio aus
dem Hause Zenith auf seinen Fahrten mitgeführt hatte, wurde ihm 1941 ein
Prototyp eines Mehrbandempfängers mitgegeben, den Zenith seit 1939 entwickelt
hatte und der sich durch überdurchschnittliche Empfangsleistungen auszeichnete.
Der "Trans Oceanic" war wie die zahlreichen Nachfolgegeräte nicht nur mit dem
Mittelwellenbereich sondern auch mit fünf gespreizten Kurzwellenrundfunkbändern
von 49 - 16 m ausgestattet, das Gerät verfügte über eine Telekopantenne, eine
eingebaute Mittelwellen - Rahmenantenne und den "Wave Magnet", eine absetzbar
zu betreibende Kurzwellen - Rahmenantenne und die vier Tonschalter des "Radio Organ"
zur Beeinflussung des Klangs.
Der Siebenkreissuper 7G605 mit festabgestimmter Vorstufe ist mit Batterieröhren
ausgestattet und konnte auch mit 117 V Betzspannung bestrieben werden.
In den Kriegsjahren zierte das Abbild eines Bombers den Lautsprecherstoff, von
den Besitzern wurde der Empfänger an allen Kriegsschauplätzen geschätzt,
zuverlässig vermittelte es Nachrichten aus der Heimat.
1946 wurde er vom 8G005 abgelöst, der ab 1949 vertriebene und kommerziell
sehr erfolgreiche G500 basierte aus Miniaturröhren.
Eines der weitverbreitetsten Geräte war dann der ab 1951 verkaufte H500,
weiterhin mit einer runden Senderskala ausgestattet, anstelle des 49m Bands
standen nun mit 2-4 und 4-8 MHz zwei Kurzwellenbereiche zur Verfügung, die auch
die Tropenbänder abdecken.
Der 1953 nachfolgende H600 ist mit einer Linearskala ausgestattet und war
der letzte röhrenbestückte Weltempfänger von Zenith.
Mit dem Trans Oceanic Royal 1000 begann 1957 die Aera der Transistor -
Weltempfänger, der querliegende Trommeltuner sorgt für eine vollständig
veränderte Optik. Nach dem 1963 erschienen Royal 3000, der erstmals auch
über einen UKW-Bereich verfügte, schloss der Royal 7000 1969 den Reigen der
Solid state Trans Oceanic - Geräte ab, er erlaubte mit einem BFO CW- & SSB-Empfang.
Mit dem R 7000, der 1978 eingeführt und bis 1981 produziert wurde, und ein
ähnliches Konzept wie der Sony Earth Orbiter mit querliegendem Trommeltuner
und Abstimmung mit Feintrieb verfolgte, verpasste Zenith den Anschluss: die
Konkurrenz aus Deutschland und vor allem aus Japan war in der Lage zu einem
vergleichbaren Preis Weltempfänger mit digitaler Frequenzanzeige und dann
sogar PLL Synthesizer zu liefern - die Ära des Trans Oceanic und damit der
amerikanischen Reise - Weltempfänger ging zu Ende.
Reiseempfänger
| 7G605 (1941/2):
Einfachsuper, Analoganzeige, MW / SW 49, 31, 25, 19, 16m |
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| 8G005 (1946):
Einfachsuper, Analoganzeige, MW / SW 49, 31, 25, 19, 16m |
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| G500 (1949):
Einfachsuper, Analoganzeige, MW / SW 49, 31, 25, 19, 16m |
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| H500 (1951):
Einfachsuper, Analoganzeige, MW / SW 2-4 / 4-8 MHz, 31, 25, 19, 16m |
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| L600 (1953):
Einfachsuper, Analoganzeige, MW / SW 2-4 / 4-8 MHz, 31, 25, 19, 16m |
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| Royal 1000 (1957):
Einfachsuper, Analoganzeige, LW / MW / SW |
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| Royal 3000 (1963):
Einfachsuper, Analoganzeige, LW / MW / SW / UKW-FM |
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Royal 7000 (1969):
Einfachsuper, Analoganzeige, LW / MW / SW / UKW-FM
BFO zum CW/SSB - Empfang |
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R 7000 (1978):
Einfachsuper, Analoganzeige, LW / MW / SW / UKW-FM
BFO zum CW/SSB - Empfang, RF Gain, 2 Bandbreiten |
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weitere Lektüre:
d: Weltempfänger Zenith Trans-Oceanic, Konrad Birker
in www.radiomuseum.org
e: The Zenith Trans-Oceanic - the Royalty of Radios, Bryant and Cones, Schiffer Publishing Ltd.
© Martin Bösch 2.2.2009
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